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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Warum weinen wir?

Manchmal kommen einem die Tränen, weil man Zwiebeln schneidet. Die Zwiebelscheiben sondern eine stechende Substanz ab – damit wehrt sich die Pflanze dagegen, zerschnitten zu werden. Meistens weinen wir aber aus einem anderen Grund. Zum Beispiel, weil wir uns weh getan haben, traurig sind oder uns sehr stark freuen oder ärgern. Damit geben wir unseren Mitmenschen ein Signal. Wir zeigen damit, dass wir Hilfe oder Trost brauchen oder mit jemand anderem mitfühlen. Tränen sind also eine Brücke zu unseren Mitmenschen.

Was ist der höchste Wolkenkratzer der Welt?

Das mit Abstand höchste Gebäude ist der Burj Khalifa, sprich „Burdsch chalifa“. Das ist ein Wolkenkratzer in der Stadt Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Burj Khalifa wurde 2010 nach nur sechs Jahren Bauzeit fertiggestellt und ist 828 Meter hoch. Er hat 189 Stockwerke, von denen die unteren 163 bewohnt sind, und 57 Fahrstühle. Zum Vergleich: der Berliner Fernsehturm, das höchste deutsche Bauwerk, ist mit 368 Metern noch nicht einmal halb so hoch. Auch der zweithöchste Wolkenkratzer steht in Arabien. Das ist das Ende 2012 fertiggestellte Mecca Royal Clock Tower Hotel in Mekka, Saudi-Arabien. Das Hotel hat 120 Stockwerke und ist 601 Meter hoch.

Warum verschwindet Wasser nach einer Weile, wenn man es in eine Schale gegossen hat?

Auf der Oberfläche des Wassers geschehen merkwürdige Dinge. Die kleinsten Wasserteilchen, Moleküle genannt, hüpfen hier auf und ab wie ein Haufen Flöhe. Manche springen so weit in die Luft, dass sie ganz aus dem Wasser verschwinden und nicht mehr zurückkehren. Mit der Zeit verkrümeln sich immer mehr Teilchen, bis das Wasser ganz verdunstet ist. Je trockener und wärmer die Luft ist, umso schneller verduften die Wasserteilchen. Dr. Wewetzer leitet beim Tagesspiegel das Ressort Forschen und Wissen

Wie groß ist das Weltall?

Das Weltall ist unfassbar groß. Es ist angefüllt mit Milliarden von Galaxien, die ihrerseits Milliarden oder gar Billionen Sterne umfassen können. Auch unsere Milchstraße ist eine Galaxie, also ein riesiger Sternhaufen. Allein der von der Erde aus sichtbare Teil des Universums hat einen Durchmesser von 93 Milliarden Lichtjahren. Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die ein Lichtstrahl in einem Jahr zurücklegt. Es entspricht 9,5 Billionen Kilometern. Aber es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass das Weltall genau an der Stelle zu Ende ist, bis zu der wir gucken können. Danach geht es weiter. Wie weit? Das weiß niemand.

Wie kommt das Wasser von den Wurzeln bis in die Baumwipfel?

Es ist gar nicht so einfach, Wasser bis in die letzten Äste zu transportieren, denn Bäume können 100 Meter hoch werden. Das Wasser wird in feinen Röhren aus den Wurzeln bis ganz nach oben geführt. Das Ganze funktioniert wie ein Strohhalm. Bei den Bäumen saugt die Sonne am Strohhalm. Ihre Wärme lässt Wasser in den Blättern verdunsten, und durch die feinen Röhren strömt neues Wasser nach. Das wird dadurch erleichtert, dass die Wasserteilchen aneinanderkleben. Verdunstet eines an der Spitze, zieht es das nächste ein wenig mit nach oben und so immer weiter.

Kann man Wasser zusammendrücken?

Wasser besteht aus winzig kleinen Teilchen, den Wassermolekülen. Die Wassermoleküle wehren sich dagegen, zusammengepresst zu werden. Man muss deshalb große Kraft aufwenden, um Wasser zumindest ein wenig zusammenzudrücken. Solche Kräfte wirken zum Beispiel nahe des Ozeanbodens, in bis zu 10 000 Meter Tiefe. Dort drückt eine gewaltige Menge Wasser von oben auf das Wasser ganz unten. Das wird wirklich richtig zusammengequetscht, es wird dabei zäher und dickflüssiger. Wenn man das Wasser noch weiter zusammenzwängt, wird es schließlich fest. Man bekommt gepresstes Eis.

Müssen Tiere im Winterschlaf auch auf die Toilette?

Das kommt drauf an. Säugetiere wie der Igel wachen während des Winterschlafs gelegentlich auf, um sich zu strecken, umherzulaufen oder ihr Geschäft zu verrichten. Manche nagen dann auch an ihren angesammelten Vorräten. Anders die Bären. Sie halten zwar keinen besonders tiefen Winterschlaf, aber dafür verdösen viele von ihnen mehr als das halbe Jahr. In dieser langen Zeit fressen und trinken sie nicht und gehen auch nicht auf Toilette. Wie sie das schaffen, weiß man bis heute nicht so genau. Manche Wissenschaftler glauben, die Bären betreiben in ihrem Körper eine Art Recycling.

Warum ist Wasser naß?

Der Grund dafür, dass sich Wasser nass anfühlt, ist seine Kälte. Wenn man zum Beispiel durch den Regen gelaufen ist, verdunstet das Wasser von der Haut in die Umgebung. Das Verdunsten erzeugt Kälte, denn es verbraucht Energie. Die Energie nimmt sich das Wasser, indem es der Haut Wärme entzieht. Das fühlt sich kalt an. Wasser kann außerdem die Welt nass machen. Das liegt daran, dass in den Wassermolekülen, den kleinsten Wasserteilchen, die elektrische Ladung ungleich verteilt ist. Das macht das Wasser besonders klebrig und lässt es überall haften. An Haut und Haaren, an Hemden, Hosen und Schuhen.

Warum können Menschen nicht unter Wasser atmen?

Wasser besteht aus Sauerstoff und Wasserstoff. Wir können den Sauerstoff des Wassers nicht zum Atmen nutzen, weil er fest an den Wasserstoff gebunden ist. Wasser enthält wenig Sauerstoffgas, Luft hat 20 Mal so viel! Außerdem ist Wasser schwerer und viel dickflüssiger als Luft, es würde unsere Lungen verstopfen. Fische können mit ihren Kiemen den Sauerstoff aus dem Wasser filtern. Aber sie brauchen auch viel weniger davon, weil sie Kaltblüter sind und weniger Energie verbrauchen als wir Menschen mit unserer hohen Körpertemperatur.

Warum sind die Windpocken so ansteckend?

Die Windpocken werden von Viren hervorgerufen. Das sind winzige Krankheitserreger, die wie Spiegeleier aussehen. Um sich anzustecken, genügen ein paar winzige Tröpfchen, die mit Husten oder Niesen übertragen werden. Gewissermaßen mit dem Wind, deshalb heißt die Krankheit Windpocken. In den Tröpfchen schwimmen die Viren. Sie entern die Schleimhautzellen in der Nase und gelangen so in den Körper. Inzwischen benutzen Wissenschaftler die Viren sogar, um bestimmte nützliche Eigenschaften in den Körper zu transportieren. Vielleicht hilft also das Windpocken-Virus eines Tages, Menschen zu heilen.
Frage von: Kinderredaktion

Wie heilt eine Wunde?

Wenn man sich verletzt hat, werden winzige Blutgefäße in der Haut aufgerissen. Aus ihnen blutet es, und das Blut gerinnt. Auf diese Weise wird die Wunde geschützt. Das Blut gerinnt übrigens auch unter Wasser! In der Wunde sammelt sich manchmal Flüssigkeit. Die nennt man Serum. Sie schwemmt Keime aus der Wunde und enthält außerdem Abwehrzellen, die Krankheitserreger abwehren. Ein Netz aus Eiweißfasern bildet sich, das die Wundränder verbindet. Dann bilden sich in der Wunde neue Blutgefäße und Bindegewebe und schließlich die oberste Hautschicht. Die Wunde hat sich wieder geschlossen. Eine Narbe bleibt nur, wenn sie tief ist.
Frage von: Kinderredaktion

Warum stranden Wale?

Noch immer gibt das Stranden der Wale Rätsel auf. Nur in der Hälfte der Fälle kann man eine Ursache finden. Häufig ist es eine Verletzung durch Schiffe oder Haie. Auch Krankheiten können ein Grund sein, etwa eine Lungenentzündung, oder giftige Algen, die sich manchmal stark vermehren und dann die Tiere in Gefahr bringen. Manche Leute glauben, dass die Geräusche der Sonartechnik, mit der Schiffe geortet werden können, die Wale in Gefahr bringt. Das sei aber bisher nicht bewiesen, sagen Walexperten. Auch ist nicht bekannt, ob die Zahl der gestrandeten Tiere wirklich zunimmt, oder ob die Küste nur genauer beobachtet und häufiger berichtet wird.
Frage von: Kinderredaktion

Wo ist der Mittelpunkt des Weltalls?

Vor 500 Jahren glaubten die Menschen, die Erde sei der Mittelpunkt des Weltalls. Heute weiß man, dass das nicht stimmt: Es gibt gar keinen Mittelpunkt. Man nimmt an, dass das Weltall vor 14 Milliarden Jahren beim Urknall entstanden ist. Das war keine normale Explosion, die irgendwo im Kosmos stattfand. Dann wäre dieser Ort natürlich der Mittelpunkt des Weltalls. Aber vor dem Urknall gab es kein Universum! Raum und Zeit wurden erst durch ihn erschaffen. Der Weltraum hat sich ausgedehnt wie die Hülle eines Luftballons, der aufgeblasen wird. Und auf der Hülle des Luftballons gibt es ja auch keine Stelle, die man als seinen Mittelpunkt bezeichnen kann.
Frage von: Kinderredaktion

Warum können wir nicht alles wissen?

Da möchte ich am liebsten mit einer Gegenfrage antworten: Müssen wir wirklich alles wissen? Mich interessieren zum Beispiel Bundesligaergebnisse eher wenig, andere Leute kennen sogar die Tabelle auswendig. Nicht alles ist eben für jeden interessant. Jeder sollte sich überlegen, was für ihn wichtig ist, was ihn begeistert, was er kennenlernen möchte. Natürlich ist es schade, dass wir nicht alles wissen können. Aber umso neugieriger sollte man sein. Denn es gibt unendlich viel Wissenswertes: zum Beispiel über Pflanzen und Tiere, Sterne und Planeten, den Menschen und seine Geschichte.
Frage von: Kinderredaktion

Was ist die trockenste Wüste der Welt?

Die trockenste Wüste ist die Atacamawüste. Sie erstreckt sich über knapp 1000 Kilometer an der Westküste Südamerikas. Obwohl sie am Meer liegt, ist sie extrem trocken! Das liegt daran, dass das Meer hier kalt ist und sich keine Regenwolken bilden, nur manchmal Nebel. Deshalb zählt die Atacamawüste zu den Nebelwüsten. Östlich der Wüste liegt ein Gebirge, die Anden. Die fangen den ganzen Regen ab. In der Wüste findet man die ältesten Mumien der Menschheit, manche sind fast 9000 Jahre alt. Sie wurden durch die Trockenheit perfekt erhalten.
Frage von: Fritzi

Wann kocht Wasser?

Damit Wasser kochen kann, muss es seinen Siedepunkt erreichen. Der Siedepunkt ist abhängig von der Temperatur des Wassers und dem Luftdruck. Je geringer der Luftdruck, umso kleiner ist die Temperatur, die man zum Kochen braucht. Das bedeutet: Auf Meereshöhe kocht Wasser bei 100 Grad, in München (500 Meter hoch gelegen) schon bei 97 Grad. Wenn man in die Berge steigt, wird die Luft dünner, und der Luftdruck nimmt immer weiter ab. Auf der Zugspitze (knapp 3000 Meter) kocht Wasser bei 90 Grad. Und auf dem Mount Everest (fast 9000 Meter) schon bei 70 Grad! Dafür muss man dort umso länger kochen, damit das Essen gar wird.
Frage von: Kinderredaktion

Wie entstehen Wüsten?

Wüsten sind Gebiete, in denen es wegen großer Trockenheit oder Kälte kaum Leben und Pflanzen gibt. Sie entstehen zum einen durch Wind, der die Feuchtigkeit wegträgt und alles austrocknet. Die Sahara in Afrika ist dafür ein Beispiel. Wenn das Wasser schnell abfließt, kann das ebenfalls zu Wüstenbildung führen, genauso wie kalte Meeresströmungen oder Gebirge, an denen sich sämtliche Wolken abregnen. Dann bleibt kein Wasser mehr für Land hinter dem Gebirge übrig. Auch wir Menschen sind schuld, dass die Wüsten wachsen. Falsche Viehhaltung, Ackerbau und das Abholzen von Wäldern verschlechtern den Boden.
Frage von: Kinderredaktion

Warum kratzt Wolle?

Wolle besteht aus den Haaren von Schafen und Ziegen, die zu Garn versponnen werden. Die Wolle besteht aus vielen winzigen Fädchen, die man Fasern nennt. Wollpullover kratzen, weil viele Fasern aus Wolle in die Haut stechen. Das piekst unangenehm. Natürlich gibt es auch weiche Wollpullover. Sie haben weniger und weichere Fasern. Aber die stechenden Fasern haben auch Vorteile. Denn sie halten Haut und Pullover auf Abstand und erzeugen so ein wärmendes Luftpolster.
Frage von: Kinderredaktion

Wo kommt das Wasser her?

Unser Wasser stammt aus dem Weltall. Ein Teil kommt aus dem Sonnennebel. Das war eine riesige Wolke aus Gas und Staub, die die Sonne umgab. Aus ihr bildeten sich allmälich die Erde und die anderen Planeten. Im Gestein der Erde war Wasser eingeschlossen, das schließlich an die Oberfläche trat und die Ozeane bildete. Ein weiterer Teil unseres Wassers auf der Erde ruht vermutlich von Kometen und Meteoriten her. Solche Himmelskörper können eine Menge Wasser enthalten. Wenn sie irgendwann vor langer, langer Zeit auf der Erde aufgeschlagen sind, haben sie dabei auch ihr Wasser bei uns abgeladen.