Dr. Wewetzer von A bis Z
Hier findet ihr alle bisherigen Fragenund Antworten
Warum sind die Windpocken so ansteckend?
Die Windpocken werden von Viren hervorgerufen. Das sind winzige Krankheitserreger, die wie Spiegeleier aussehen. Um sich anzustecken, genügen ein paar winzige Tröpfchen, die mit Husten oder Niesen übertragen werden. Gewissermaßen mit dem Wind, deshalb heißt die Krankheit Windpocken. In den Tröpfchen schwimmen die Viren. Sie entern die Schleimhautzellen in der Nase und gelangen so in den Körper. Inzwischen benutzen Wissenschaftler die Viren sogar, um bestimmte nützliche Eigenschaften in den Körper zu transportieren. Vielleicht hilft also das Windpocken-Virus eines Tages, Menschen zu heilen.Frage von: Kinderredaktion
Wie heilt eine Wunde?
Wenn man sich verletzt hat, werden winzige Blutgefäße in der Haut aufgerissen. Aus ihnen blutet es, und das Blut gerinnt. Auf diese Weise wird die Wunde geschützt. Das Blut gerinnt übrigens auch unter Wasser! In der Wunde sammelt sich manchmal Flüssigkeit. Die nennt man Serum. Sie schwemmt Keime aus der Wunde und enthält außerdem Abwehrzellen, die Krankheitserreger abwehren. Ein Netz aus Eiweißfasern bildet sich, das die Wundränder verbindet. Dann bilden sich in der Wunde neue Blutgefäße und Bindegewebe und schließlich die oberste Hautschicht. Die Wunde hat sich wieder geschlossen. Eine Narbe bleibt nur, wenn sie tief ist.Frage von: Kinderredaktion
Warum stranden Wale?
Noch immer gibt das Stranden der Wale Rätsel auf. Nur in der Hälfte der Fälle kann man eine Ursache finden. Häufig ist es eine Verletzung durch Schiffe oder Haie. Auch Krankheiten können ein Grund sein, etwa eine Lungenentzündung, oder giftige Algen, die sich manchmal stark vermehren und dann die Tiere in Gefahr bringen. Manche Leute glauben, dass die Geräusche der Sonartechnik, mit der Schiffe geortet werden können, die Wale in Gefahr bringt. Das sei aber bisher nicht bewiesen, sagen Walexperten. Auch ist nicht bekannt, ob die Zahl der gestrandeten Tiere wirklich zunimmt, oder ob die Küste nur genauer beobachtet und häufiger berichtet wird.Frage von: Kinderredaktion
Wo ist der Mittelpunkt des Weltalls?
Vor 500 Jahren glaubten die Menschen, die Erde sei der Mittelpunkt des Weltalls. Heute weiß man, dass das nicht stimmt: Es gibt gar keinen Mittelpunkt. Man nimmt an, dass das Weltall vor 14 Milliarden Jahren beim Urknall entstanden ist. Das war keine normale Explosion, die irgendwo im Kosmos stattfand. Dann wäre dieser Ort natürlich der Mittelpunkt des Weltalls. Aber vor dem Urknall gab es kein Universum! Raum und Zeit wurden erst durch ihn erschaffen. Der Weltraum hat sich ausgedehnt wie die Hülle eines Luftballons, der aufgeblasen wird. Und auf der Hülle des Luftballons gibt es ja auch keine Stelle, die man als seinen Mittelpunkt bezeichnen kann.Frage von: Kinderredaktion
Warum können wir nicht alles wissen?
Da möchte ich am liebsten mit einer Gegenfrage antworten: Müssen wir wirklich alles wissen? Mich interessieren zum Beispiel Bundesligaergebnisse eher wenig, andere Leute kennen sogar die Tabelle auswendig. Nicht alles ist eben für jeden interessant. Jeder sollte sich überlegen, was für ihn wichtig ist, was ihn begeistert, was er kennenlernen möchte. Natürlich ist es schade, dass wir nicht alles wissen können. Aber umso neugieriger sollte man sein. Denn es gibt unendlich viel Wissenswertes: zum Beispiel über Pflanzen und Tiere, Sterne und Planeten, den Menschen und seine Geschichte.Frage von: Kinderredaktion
Was ist die trockenste Wüste der Welt?
Die trockenste Wüste ist die Atacamawüste. Sie erstreckt sich über knapp 1000 Kilometer an der Westküste Südamerikas. Obwohl sie am Meer liegt, ist sie extrem trocken! Das liegt daran, dass das Meer hier kalt ist und sich keine Regenwolken bilden, nur manchmal Nebel. Deshalb zählt die Atacamawüste zu den Nebelwüsten. Östlich der Wüste liegt ein Gebirge, die Anden. Die fangen den ganzen Regen ab. In der Wüste findet man die ältesten Mumien der Menschheit, manche sind fast 9000 Jahre alt. Sie wurden durch die Trockenheit perfekt erhalten.Frage von: Fritzi
Wann kocht Wasser?
Damit Wasser kochen kann, muss es seinen Siedepunkt erreichen. Der Siedepunkt ist abhängig von der Temperatur des Wassers und dem Luftdruck. Je geringer der Luftdruck, umso kleiner ist die Temperatur, die man zum Kochen braucht. Das bedeutet: Auf Meereshöhe kocht Wasser bei 100 Grad, in München (500 Meter hoch gelegen) schon bei 97 Grad. Wenn man in die Berge steigt, wird die Luft dünner, und der Luftdruck nimmt immer weiter ab. Auf der Zugspitze (knapp 3000 Meter) kocht Wasser bei 90 Grad. Und auf dem Mount Everest (fast 9000 Meter) schon bei 70 Grad! Dafür muss man dort umso länger kochen, damit das Essen gar wird.Frage von: Kinderredaktion
Wie entstehen Wüsten?
Wüsten sind Gebiete, in denen es wegen großer Trockenheit oder Kälte kaum Leben und Pflanzen gibt. Sie entstehen zum einen durch Wind, der die Feuchtigkeit wegträgt und alles austrocknet. Die Sahara in Afrika ist dafür ein Beispiel. Wenn das Wasser schnell abfließt, kann das ebenfalls zu Wüstenbildung führen, genauso wie kalte Meeresströmungen oder Gebirge, an denen sich sämtliche Wolken abregnen. Dann bleibt kein Wasser mehr für Land hinter dem Gebirge übrig. Auch wir Menschen sind schuld, dass die Wüsten wachsen. Falsche Viehhaltung, Ackerbau und das Abholzen von Wäldern verschlechtern den Boden.Frage von: Kinderredaktion
Warum kratzt Wolle?
Wolle besteht aus den Haaren von Schafen und Ziegen, die zu Garn versponnen werden. Die Wolle besteht aus vielen winzigen Fädchen, die man Fasern nennt. Wollpullover kratzen, weil viele Fasern aus Wolle in die Haut stechen. Das piekst unangenehm. Natürlich gibt es auch weiche Wollpullover. Sie haben weniger und weichere Fasern. Aber die stechenden Fasern haben auch Vorteile. Denn sie halten Haut und Pullover auf Abstand und erzeugen so ein wärmendes Luftpolster.Frage von: Kinderredaktion

