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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Brauchen alle Tiere Schlaf?

Ja, man nimmt an, dass wirklich die meisten Tiere ihren Schlaf benötigen. Allerdings fällt der sehr unterschiedlich aus. Giraffen schlafen nur 30 Minuten am Tag, manche Fledermäuse dagegen 20 Stunden. Selbst Insekten machen ein Nickerchen. Manche Tiere wie Wale und Delfine können mit einer Gehirnhälfte schlafen und mit der anderen wach sein. Das ist praktisch, denn so sind sie immer zumindest halb wachsam. Ob Fische und Amphibien (wie Frösche) tatsächlich schlafen oder sich nur ein wenig ausruhen, ist noch nicht völlig geklärt. Genauso wenig wie die Frage, warum wir überhaupt Schlaf brauchen.

Wie tief kann man tauchen?

Ungeübte schaffen es bis auf fünf Meter Tiefe, Trainierte auf zwölf Meter. Es gibt aber Leistungssportler, die ohne Druckluftflasche noch viel tiefer tauchen. Das nennt man Freitauchen oder Apnoetauchen. Dazu muss man sehr viel üben und eine gute Körperbeherrschung haben, um dem Wasserdruck in großer Tiefe zu widerstehen. Den Rekord hält der Österreicher Herbert Nitsch. Er ist nur mit der eigenen Atemluft 214 Meter tief getaucht! Viel weiter nach unten kommen auch Taucher mit Druckluftflaschen nicht. Ihr Rekord liegt bei 318 Metern. Wer noch tiefer hinunter möchte, sollte ein U-Boot benutzen.

Wann haben die Menschen begonnen, Tiere zu zähmen?

Wahrscheinlich waren Wölfe die ersten Tiere, die von Menschen gezähmt wurden. Wolfsrudel verhielten sich in gewisser Weise ähnlich wie die Urmenschen. Sie jagten gemeinsam, hatten untereinander einen engen Zusammenhalt und eine strenge Rangordnung. In einer Höhle im Irak fand man den 12000 Jahre alten Unterkiefer eines Hundes. So lange ist es also mindestens her, dass Menschen aus Wölfen Hunde gezüchtet haben. Jeder Hund stammt vom Wolf ab! Die Hunde haben den Steinzeitmenschen vermutlich bei der Jagd geholfen, und vielleicht dienten sie auch als Nahrung. Dann folgten vor etwa 9000 Jahren Schafe und Ziegen und vor 7000 Jahren Rinder und Schweine. Pferd und Esel wurden erst vor 3000 Jahren domestiziert.
Frage von: Kinderredaktion

Warum heißt der Traubenzucker Traubenzucker?

Weintrauben enthalten besonders viel Traubenzucker. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der Traubenzucker 1792 in diesen Früchten erstmals entdeckt wurde, und zwar von dem deutsch-russischen Chemiker Johann Tobias Lowitz. Aber Traubenzucker kommt nicht nur in Weintrauben, sondern auch in anderen Früchten und in Getreide vor. Heute wird er meist aus Mais- oder Kartoffelstärke gewonnen. Stärke besteht aus langen, verzweigten Ketten von Traubenzucker-Bausteinen. Die Stärke wird chemisch aufgespalten, und übrig bleibt der Traubenzucker.
Frage von: Kinderredaktion

Warum sagt man „türmen“, wenn man weglaufen will?

Das Wort türmen hat nichts mit dem Turm zu tun, obwohl es sich so anhört. Es kommt wohl aus dem Hebräischen und leitet sich von dem Wort tharam ab, was so viel wie entfernt heißt. Aus dem Hebräischen, der Sprache der Juden, sind noch andere Wörter ins Deutsche gelangt. Zum Beispiel meschugge für verrückt, malochen für arbeiten, koscher für sauber, dufte für gut und Stuss für Unsinn