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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Warum sind Menschen unterschiedlich groß?

Mutter und Vater geben mit ihren Erbanlagen auch ihre Körpergröße an ihre Kinder weiter. Aber auch die Lebensumstände spielen eine Rolle, zum Beispiel die Ernährung und die Gesundheit. Vor allem in den ersten zwei Lebensjahren beeinflussen sie, wie groß später jemand wird. In den letzten 150 Jahren sind die Menschen in vielen Gegenden auf der Welt stärker gewachsen und immer größer geworden, auch bei uns. Das liegt daran, dass wir uns heute viel besser ernähren können und weniger von Krankheiten bedroht sind als unsere Vorfahren.

Warum kann es zwiebeln, wenn man auf Metallfolie beißt?

Wenn man aus Versehen beim Schokoladenweihnachtsmann ein Stück von der Hülle mitkaut, dann kann das ganz schön schmerzhaft sein. Denn die Verpackung beim Weihnachtsmann (oder Schoko-Osterhasen oder einer Tafel Schokolade) besteht aus Aluminiumfolie. Aluminium ist ein Metall. Wenn man selbst eine metallische Zahnfüllung hat, zum Beispiel aus Amalgam oder Gold, dann fließt durch den Speichel ein elektrischer Strom zwischen dem Aluminium und dem Zahnmetall. Der ist zwar völlig ungefährlich, aber er „elektrisiert“ den Zahnnerv. Und der meldet „Autsch!“ an die Nervenzentrale, das Gehirn.

Warum sieht der Mond immer anders aus?

Der Mond sendet selbst kein Licht aus. Wir können ihn nur sehen, weil er von der Sonne angestrahlt wird. Einmal im Monat dreht er sich um die Erde. Je nachdem, wie seine Position auf seiner Wanderung um die Erde ist, verändert sich für uns sein Aussehen. Ist die uns zugewandte Seite des Mondes ganz im Sonnenlicht, haben wir Vollmond. Steht der Mond genau entgegengesetzt, liegt er für uns völlig im Dunkeln. Denn dann bekommt die uns zugewandte Seite des Mondes kein Licht, liegt völlig im Schatten. Und wird der Mond (von uns aus gesehen) seitlich von der Sonne angestrahlt, dann sehen wir eine Mondsichel.

Warum ist der Planet Mars rot?

Man nennt den Mars auch den roten Planeten, aber genauso gut könnte er der rostige Planet heißen. Denn seine rote Farbe rührt von Eisen her, das verrostet ist und als Staub den Planeten bedeckt. Die Wissenschaftler streiten sich noch über die Frage, warum das Eisen auf dem Mars verrostet ist. Man nimmt an, dass früher reichlich Wasser auf dem Planeten vorhanden war und dieses Wasser das Eisen im Gestein mit der Zeit herauslöste und verrosten ließ. Ein Teil des Eisens stammt außerdem vermutlich von Meteoriten. Also von großen Gesteinsbrocken, die auf den Mars niederprasselten.

Überleben Mücken den Winter?

Das kommt ganz darauf an. Die männlichen Mücken – sie stechen nicht – sterben schon im Herbst. Bei den weiblichen Mücken ist es je nach Art verschieden. Die meisten überleben den Winter nicht. Natürlich abgesehen von den vorher gelegten Mückeneiern. Aus ihnen schlüpfen im Frühjahr die Larven. Es gibt aber auch Stechmückenarten, die in einer Kältestarre an kühlen und geschützten Stellen überwintern. Umso schneller können sie Eier legen, wenn es wärmer wird. Wenn diese Mücken es ins Haus schaffen, können sie hier auch im Winter stechen. Mücken gehen uns also zu jeder Jahreszeit auf die Nerven.

Gibt es Magie?

Nein, Magie existiert nur im Märchen, in der wirklichen Welt geht alles mit rechten Dingen zu. Das ist sehr beruhigend, denn früher wurden Menschen als „Hexen“ oder „Zauberer“ angeklagt, weil sie angeblich magische Kräfte hatten. Der Glaube an Magie hat den Menschen Angst gemacht. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch im wirklichen Leben manchmal zauberhaft zugehen kann. Es kann ein magischer Moment sein, die ersten Schneeflocken zu betrachten, im Flugzeug über den Wolken zu schweben oder nach langer Zeit einen Menschen wieder zu treffen, der einem wichtig war.

Können Meerschweinchen wirklich 20 Jahre alt werden?

Nein, leider nicht. Meerschweinchen werden meistens zwischen vier und fünf Jahre alt. Wenn man Glück hat, können sie acht Jahre erreichen. Das älteste Meerschweinchen wurde fast 15 Jahre, steht im Guinnessbuch der Rekorde. Meerschweinchen haben übrigens weder etwas mit Schweinen noch mit dem Meer zu tun. Sie stammen aus den Anden in Südamerika und gehören zu den Nagetieren. Sie wurden von südamerikanischen Ureinwohnern gezüchtet. erst vor 500 Jahren wurden die ersten Tiere nach Europa gebracht.
Frage von: Kinderredaktion

Woher kommt der Ausdruck „Muffensausen“?

Wenn man Muffensausen hat, dann hat man Angst. (Manchmal heißt es auch: „Mir geht die Muffe“). Eine Muffe ist ein kurzes Rohr und steht in diesem Ausdruck für den Darmausgang. Man sagt ja auch „Ich mache mir vor Angst in die Hose“ oder „Ich habe Schiss“. „Ich habe Muffensausen“ ist also eine ähnliche Wendung. Wenn es durch die Muffe „saust“, dann haben wir die Kontrolle über unseren Darm verloren – vor lauter Angst.
Frage von: Ayse

Wieso gibt es Menschen?

Seit knapp vier Milliarden Jahren gibt es Leben auf der Erde. Seitdem herrscht ein Kommen und Gehen. Unzählige Tierarten sind neu entstanden und wieder vergangen. Mehr als 99 Prozent aller Arten sind ausgestorben. Neue Tierarten können sich häufig erst dann ausbreiten, wenn eine andere Art ausgestorben und so ein Plätzchen auf der Erde frei geworden ist. Auch bei uns Menschen war das vermutlich so. Vor 65 Millionen Jahren starben die Dinosaurier aus, bis dahin die Herrscher der Erde. Erst danach konnten sich die Säugetiere ungehindert aus mausähnlichen Nagetieren entwickeln – und mit ihnen schließlich der Mensch.
Frage von: Kinderredaktion

Wie viele Menschen leben auf der Erde, und wie viele davon sind Kinder?

Auf der Erde gibt es mehr als 6,75 Milliarden Menschen. Fast zwei Milliarden von ihnen sind Kinder, also unter 15 Jahre alt. Der Anteil der Kinder an der Bevölkerung ist weltweit sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt sind von 100 Menschen 28 Kinder, in Deutschland aber nur 14, in Afrika dagegen mehr als 40. Oder noch einfacher gesagt: Dort sind vier von zehn Menschen Kinder! In Uganda ist sogar jeder zweite Mensch ein Kind. Bei uns ist nur noch jeder siebte unter 15 Jahre alt – und das ist eigentlich schade.
Frage von: Anna

Warum jucken Mückenstiche?

Wenn die Mücke uns sticht, dann spritzt sie ihre Spucke in die Wunde. Diese Spucke enthält Substanzen, die dafür sorgen, dass unser Blut nicht gerinnt, während die Mücke saugt und sich satttrinkt. Außerdem betäubt der Mückenspeichel die Nerven, so dass wir den Stich nicht merken. Und er erweitert die Blutgefäße, damit die Mücke schneller saugen kann. Aber der Körper wehrt sich und schlägt Alarm. Er schüttet eine Substanz mit Namen Histamin aus. Dadurch schwillt die Einstichstelle an und wird rot. Außerdem juckt sie, weil Histamin die Hautnerven reizt. Diese Abwehrreaktion hilft, die Wunde zu reparieren.
Frage von: Kinderredaktion

Warum halten Mumien so lange?

Wenn man tot ist, wird der Körper von Bakterien zersetzt. Manchmal aber haben die Bakterien keine Chance, vor allem wenn keine Feuchtigkeit vorhanden ist. In großer Kälte etwa trocknet der Körper aus und wird zur Mumie wie der Mann aus dem Eis, der Ötzi, in Südtirol. Auch in trockener Hitze wie in der Wüste kann eine Leiche gedörrt werden. Das haben die alten Ägypter entdeckt und perfektioniert. Sie haben ihren Toten die Eingeweide entnommen, den Körper mit Natronsalz überschüttet und in der Sonne getrocknet. Das entzog der Leiche den letzten Rest an Flüssigkeit. Zum Schluss hüllen die die Mumie in Binden znd versiegelten sie mit Harz oder Asphalt.
Frage von: Kinderredaktion

Warum ist Milch weiß?

Milch besteht zum größten Teil aus Wasser. Der Rest sind Milchzucker, Fett und Eiweiß. Vor allem Fett und Eiweiß geben der Milch die weiße Farbe. Je mehr Fett die Milch enthält, umso „weißer“ ist sie. Und hier noch eine zweite Erklärung für die, die es ganz genau wissen wollen: Weiß setzt sich aus allen Farben des Regenbogens zusammen. Wenn ein Gegenstand rot ist, zum Beispiel ein rotes Auto, dann „schluckt“ das Auto das ganze Licht bis auf das rote. Der rote Anteil des Lichts wird vom Auto zurückgeworfen oder „reflektiert“. Milch wirft das ganze Licht zurück. Deshalb erscheint sie weiß.
Frage von: Kinderredaktion

Kann man in einer Meerschnecke das Meeresrauschen hören?

Ja, das kann man – aber nur, wenn man dabei am Meer steht. Denn das Rauschen, das ihr hört, wenn ihr euch die Meeresmuschel ans Ohr haltet, ist einfach eine Verstärkung von bestimmten Tönen aus der Umgebung. Die Muschel sammelt die Geräusche, und das erzeugt das Rauschen im Ohr. Deshalb rauscht es auch dann, wenn kein Wasser in der Nähe ist. Und auch, wenn ihr euch nur ein Glas oder ein anderes Gefäß ans Ohr haltet. Probiert es einfach mal aus.
Frage von: Kinderredaktion

Wann landet der erste Mensch auf dem Mars?

Die amerikanische Weltraumbehörde Nasa plant, in den nächsten 30 Jahren ein Raumfahrzeug mit Astronauten auf dem Mars zu landen. Obwohl der Mars von allen Planeten des Sonnensystems der Erde am nächsten ist, würde diese Reise zwei bis drei Jahre dauern. Der Hinflug dauert zwar nur sechs bis zehn Monate. Aber man muss dann warten, bis sich Mars und Erde wieder näher kommen und man zurückfliegen kann. Wenn das geglückt ist, soll der Mars bewohnbar gemacht werden. Er hat nur eine sehr dünne Luftschicht. Es wird ziemlich lange dauern, bis man dort ohne Raumanzug spazieren gehen kann.