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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Wie lange kann man die Luft anhalten?

Das ist vor allem eine Frage der Übung. Wer nicht trainiert ist, kommt über eine halbe Minute kaum hinaus. Gefährlich für den Körper ist nicht der Sauerstoffmangel, sondern das Gas Kohlendioxid, das normalerweise ausgeatmet wird. Wenn man nicht Luft holen kann, reichert es sich im Blut an und macht es sauer. Trainierte verkraften das besser, ihr Herz schlägt langsamer, und sie haben noch mehr Tricks auf Lager. So schaffen sie es, minutenlang die Luft anzuhalten. Der Rekord steht zur Zeit bei 22 Minuten! Das verschlägt euch den Atem, was?

Wie entstehen Leberflecken?

Leberflecken sind gutartige Wucherungen und fast immer harmlos. Sie sind braun, weil sie Zellen enthalten, die einen braunen Farbstoff namens Melanin bilden. Die meisten Leberflecken bilden sich in der Kindheit. Menschen mit weißer Haut haben im Durchschnitt 30, manche aber bis zu 400. Später im Leben verschwinden viele von ihnen wieder. Wenn ein Leberfleck plötzlich anfängt, unregelmäßig zu wachsen, sich verfärbt, juckt oder blutet, sollte man zum Arzt gehen. Leberflecken heißen angeblich so, weil ihre braune Farbe der der Leber ähnelt. Aber ob das stimmt, weiß ich nicht.

Wie funktioniert ein Lügendetektor?

Ein Lügendetektor soll herausfinden, ob ein Verdächtiger die Wahrheit sagt. Dazu wird gemessen, wie schnell die Person atmet, ob sie schwitzt, wie rasch ihr Herz schlägt. Wenn der Verdächtige auf eine Frage nicht die Wahrheit sagt, dann ist es wahrscheinlich, dass die Körpersignale auffälliger werden und die Messzeiger stärken ausschlagen. Dann kann es sein, dass die Person sich verrät. Denn die Angst, beim Lügen erwischt zu werden, lässt zum Beispiel das Herz schneller schlagen und den Schweiß ausbrechen. Trotzdem gibt es Leute, die den Test überlisten können.

Was ist das kleinste Lebewesen?

Viren sind die kleinsten Elemente, die sich selbst vermehren können. Doch sie „klauen“ sich alles, was sie für ihre Vermehrung brauchen. Wissenschaftler sagen deshalb, dass Viren keine echten Lebewesen sind. Die kleinsten Elemente, die sich selbstständig vermehren können, sind Bakterien. Die winzigsten heißen Mykoplasmen. Manche sind nur 200 bis 300 Nanometer groß, ein menschliches Haar ist etwa 60 000 Nanometer dick. Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. Mykoplasmen gleichen Viren darin, dass sie Menschen, Tiere und Pflanzen befallen und ohne sie nicht überleben könnten.

Wenn man das Licht ausknipst, was passiert dann mit den Lichtstrahlen?

Licht besteht aus kleinen Teilchen, den Photonen. Das Licht wird von der Lampe ausgestrahlt und trifft auf die Wand. Die Wand „schluckt“ also die Lichtteilchen. Die im Licht gespeicherte Energie verschwindet aber nicht, sondern wird umgewandelt. Das ist so ähnlich wie bei einem Stein, den man ins Wasser wirft und der im Wasser Wellen erzeugt. Natürlich kann das Licht keine Wellen in der Wand hervorrufen. Aber wenn genügend Lichtteilchen auf die Wand prallen, wird sie ein bisschen wärmer.

Wie lange hätten wir ohne Pflanzen noch Luft zum Atmen?

Pflanzen geben Sauerstoff ab, und den brauchen wir zum Leben. Alle Pflanzen auf der Welt wiegen zusammengenommen eine halbe Billion Tonnen. Das ist etwa zehn Mal so viel wie jene Lebewesen, die nur Sauerstoff verbrauchen und keinen herstellen. Die Sauerstoffreserven in der Luft würden ziemlich lange halten. Wir hätten noch Luft für mindestens 1000 Jahre. Das Problem ist aber, dass uns das Essen ausgehen würde. Denn Pflanzen liefern uns nicht nur den Sauerstoff, sondern sind auch als Nahrung unersetzlich. Wir hätten weder Brot noch Nudeln, Obst oder Gemüse.

Warum können wir nicht schneller reisen als das Licht?

Vor über 100 Jahren hat Albert Einstein herausgefunden, dass Energie und Masse miteinander verknüpft sind. Das bedeutet: Je schneller man sich bewegt, umso schwerer wird man. Nähert man sich mit einem Raumschiff der Lichtgeschwindigkeit, wird alles schwerer und schwerer. Die Armbanduhr wiegt schließlich 40 Tonnen. Auch der Motor des Raumschiffs wird natürlich immer massiger. So sehr wir uns auch anstrengen, wir schaffen es nicht, schneller als das Licht zu fliegen. Wir werden einfach zu schwer.

Wenn es Schwarze Löcher gibt, gibt es dann auch Weiße Löcher?

Schwarze Löcher sind eine Art Superstaubsauger im Universum. Sie verschlingen alles, was in ihre Nähe kommt und lassen es in ihrem tiefen Schlund verschwinden. Weiße Löcher könnten der Ort sein, an dem das Eingesaugte wieder ausgestoßen wird. Sie befinden sich am Ende eines langen Schlauchs, Wurmloch genannt. Wo genau so ein Ausgang aus dem Wurmloch sich befindet, weiß man nicht. Er könnte zum Beispiel in der Vergangenheit liegen. Oder in einem anderen Universum. Aber es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass es tatsächlich Weiße Löcher gibt.
Frage von: Kinderredaktion

Können Menschen leichter als Luft werden?

Nein, und das ist auch gut so. Denn sonst würden wir einfach fortfliegen. Die Luft, die wir mit unserem Körper verdrängen, wiegt viel weniger als wir. Wir sind also viel schwerer als Luft. Aber es gibt einen Trick, durch den wir „leichter“ werden können. Nämlich mit einem Ballon voll heißer Luft. Heiße Luft dehnt sich aus und wiegt dann weniger als kalte Luft. Wenn der Heißluftballon groß genug ist, kann er unser Gewicht ausgleichen, und wir steigen in den Himmel. Ganz ähnlich funktionieren Luftschiffe. Sie sind mit einem Gas gefüllt, das ebenfalls leichter als Luft ist, zum Beispiel Helium.

Frage von: Kinderredaktion

Warum heißt der Löwenzahn Löwenzahn?

Wegen seiner zackigen Blätter. Ihre Umrisse ähneln mit ein bisschen Fantasie den Zähnen eines Löwen. Aber der Löwenzahn hat noch viele andere merkwürdige Namen. Er heißt zum Beispiel Kuh- oder Butterblume, weil die Butter schön gelb wird, wenn man die Kühe mit Löwenzahn füttert oder die Butter mit der Blütenfarbe einfärbt. Löwenzahn nennt man auch Pusteblume, Hundeblume, Ochsenpflanze, Milchbusch, Maiblume, Bettnässer und Pissblume (weil man davon Pipi machen muss). Und das ist nur eine kleine Auswahl seiner vielen Bezeichnungen.
Frage von: Kinderredaktion

Warum muss man lachen, wenn im Zirkus ein Clown auf einer Bananenschale ausrutscht?

Die Ursache ist ein falscher Alarm. Der Clown stolpert – und wir haben Angst, dass er sich wehtun oder sogar verletzen könnte. Aber im nächsten Moment merken wir, dass alles nicht so schlimm war und der Clown nur einen Witz gemacht hat. Dann sind wir erleichtert und müssen lachen. Das ist wie beim Kitzeln. Im ersten Moment, wenn wir gekitzelt werden, sind wir überrascht. Jemand hat uns berührt, und wir wissen nicht, ob es gefährlich ist. Aber gleich darauf merken wir, dass wir nur geneckt werden. Es droht keine Gefahr, es war nur falscher Alarm. Und schon müssen wir lachen.
Frage von: Kinderredaktion

Wie schwer ist Luft?

Luft ist, wie ihr wisst, normalerweise unsichtbar. Sie besteht zum allergrößten Teil, nämlich zu 99 Prozent, aus Stickstoff und Sauerstoff. Diese beiden unsichtbaren Gase werden von der Schwerkraft der Erde angezogen und drücken von oben auf uns herab, auch wenn wir das nicht bemerken. Ein Kubikmeter, also die Luft in einem Würfel mit einer Kantenlänge von einem Meter, wiegt immerhin mehr als ein Kilogramm! Das bedeutet, dass allein die Luft in einem mittelgroßen Zimmer ungefähr 50 Kilogramm auf die Waage bringt.
Frage von: Kinderredaktion

Warum haben manche Kinder mehr Löcher in den Zähnen als andere?

Erst einmal ist es wichtig, sich regelmäßig die Zähne zu putzen. Süßigkeiten sollte man nicht über den ganzen Tag verstreut essen – je seltener, desto besser. Ob man Löcher bekommt, hängt auch davon ab, ob man genug Spucke hat. Wer viel Spucke hat, hat eine gute Müllabfuhr im Mund und weniger Löcher. Auch die Form der Zähne entscheidet mit darüber, ob sie Löcher bekommen. Tiefe Kerben machen sie anfälliger.
Frage von: Kinderredaktion

Warum stürzen sich Lemminge in den Abgrund?

Wenn Lemminge bei ihren Wanderungen an einen Abgrund kommen, versuchen sie auszuweichen. Sie wollen leben wie andere Tiere auch. Nur, wenn sie keine andere Chance sehen, springen sie hinab. Wenn sie dann im Wasser landen, gehen sie nicht etwa unter, sondern versuchen, das Ufer zu erreichen. Aber sie sind leider schlechte Schwimmer, und so ertrinken sie oft schon nach 20 Minuten.