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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Die schnellste erreichbare Geschwindigkeit ist die Lichtgeschwindigkeit. Gibt es auch eine größtmögliche Temperatur?

Der absolute Nullpunkt der Temperatur liegt bei minus 273 Grad Celsius (oder null Grad Kelvin). Kälter kann es im Universum nicht sein. Aber wie heiß kann es werden? Physiker nehmen an, dass die höchste Temperatur bei ungefähr 100 Million Million Million Million Million Grad Kelvin (oder Celsius) liegt. Das entspricht einer Zehn mit 32 Nullen. Die Wissenschaftler vermuten, dass sie nur kurz nach der Entstehung des Alls für eine winzige Zeit erreicht wurde. Im Zentrum der Sonne sind es dagegen „nur“ 15 Million Grad.

Ist die olympische Goldmedaille wirklich aus Gold?

Nein, das wäre viel zu teuer. Die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London in diesem Sommer wiegt 400 Gramm. Wäre sie aus purem Gold, würde sie 16 000 Euro kosten! Deshalb besitzt sie nur eine dünne Außenhülle aus sechs Gramm Gold. Innen ist sie zu mehr als 92 Prozent aus Silber, der Rest ist Kupfer. Alles in allem kostet die Medaille knapp 600 Euro, wenn man nur den Materialwert betrachtet. 1912 war das letzte Jahr, in dem die Olympische Goldmedaille wirklich aus reinem Gold war. Damals wog sie aber nur 23 Gramm. Würde man sie heute prägen, würde diese Medaille knapp 1000 Euro kosten.

Können Grottenolme unter Wasser atmen?

Können Grottenolme unter Wasser atmen? Grottenolme sind blind, können zehn Jahre ohne Futter auskommen und werden 60 Jahre alt. Und sie haben sowohl Kiemen wie die Fische als auch Lungen wie auf dem Land lebende Tiere. Die Grottenolme leben in Höhlengewässern, in denen sie sich am liebsten unter Steinen verstecken. Sie kommen nur selten an die Oberfläche. Deshalb atmen sie überwiegend mit ihren Kiemen, die Lungen sind nicht so wichtig. Nur dann, wenn ein Grottenolm an Land geht, braucht er die Lungen. Das kommt aber selten vor. Die Grottenolme können also nicht nur unter Wasser atmen – sie tun es sogar fast ausschließlich.

Kann die Stimme einer Opernsängerin ein Weinglas zerspringen lassen?

Grundsätzlich geht das, aber es ist sehr schwierig. Zum einen muss genau der Ton getroffen werden, der das Glas schwingen lässt. Wenn du mit einem Löffel gegen ein Glas schlägst, hörst du diesen Ton. Zum anderen muss die Sängerin diesen Ton lange halten und singen, so laut es geht. Wenn die Sängerin nicht einen Trick anwendet, wird sie es sehr wahrscheinlich trotzdem nicht schaffen, das Glas kaputt zu singen. Ein solcher Trick ist zum Beispiel ein elektrischer Verstärker, der die Lautstärke erhöht. Das Weinglas sollte außerdem feine Risse und Schwachpunkte haben, damit die Schwingungen der Stimme es leichter splittern lassen.

Warum hat unser Gehirn Furchen?

Das menschliche Gehirn hat Furchen, weil es auf diese Weise seine Oberfläche vergrößert. Diese Oberfläche nennt man auch Hirnrinde. Sie ist dicht an dicht mit Milliarden von Nervenzellen besetzt, den „kleinen grauen Zellen“. Je mehr Furchen die Hirnrinde hat, umso mehr von diesen Nervenzellen haben auf und in ihr Platz. Und je mehr sich unser Denkvermögen entwickelt hat, umso mehr hat sich das Gehirn nach innen gefaltet. Auf diese Weise haben viele Nervenzellen unter der ziemlich engen Schädeldecke Platz gefunden. Die Hirnfalten entstehen übrigens nicht zufällig, sondern stimmen bei allen Menschen weitgehend überein.

Warum leuchten Glühwürmchen?

Manche Lebewesen leuchten von sich aus. Vor allem in der Tiefsee gibt es viele Fische, die Licht erzeugen und damit in totaler Dunkelheit Beute anlocken. Glühwürmchen gehören zu den Käfern. Sie leuchten oder blinken, wenn sie nachts umherfliegen und auf Partnersuche sind. Das Licht lockt andere Glühwürmchen an. Es wird mit Hilfe einer chemischen Reaktion hervorgerufen. Das Erstaunliche daran ist, dass dabei keine Energie in Form von Wärme verschwendet wird. Wir können also eine Menge von den Glühwürmchen lernen, wenn es darum geht, sparsame Lampen zu bauen!

Was ist der Gregorianische Kalender?

Der Gregorianische Kalender ist die heute weltweit gültige Zeitrechnung. Er wurde am 15. Oktober 1582 von Papst Gregor XIII. eingeführt und löste den Julianischen Kalender ab, der auf Julius Caesar zurückging. Der Gregorianische Kalender ist genauer als sein Vorgänger. Ein Jahr hat dort 365,2425 Tage, im Julianischen dagegen 365,25 Tage. Der Grund für die Einführung des neuen Kalenders war das Osterfest, das man zum richtigen Zeitpunkt feiern wollte. Deshalb wurden elf Tage, die der julianische Kalender über die Jahrhunderte zu wenig gezählt hatte, schlagartig hinzuaddiert. Aus dem 4. Oktober 1582 wurde so der 15. Oktober 1582.

Warum können Menschen sich nicht von Gras ernähren?

Wir könnten Gras zwar kauen und hinunterschlucken, aber unser Körper kann die Nährstoffe aus dem Gras nicht aufzunehmen. Kühen dagegen helfen viele Billionen Bakterien, die schwer verdaulichen Grasfasern aufzuspalten und weiterzuverarbeiten. Das ist ein langer und komplizierter Prozess, und die Kuh braucht dafür vier Mägen! Wenn wir Salat essen, können wir den größten Teil seiner festen Bestandteile, die Ballaststoffe, auch nicht aufnehmen. Aber diese Ballaststoffe sind trotzdem gesund. Und der Salat schmeckt besser und ist nicht so hart und zäh wie Gras.

Wo leben die glücklichsten Menschen?

Die Universität von Leicester in England hat vor drei Jahren eine „Weltkarte des Glücks“ veröffentlicht. Danach sind die Dänen am glücklichsten, gefolgt von der Schweiz, Österreich, Island und den Bahamas. Deutschland liegt auf Platz 35 (von 178). Nicht schlecht, oder? Am unglücklichsten sind die Menschen, die in der Republik Kongo (176), Simbabwe (177) und Burundi (178) leben. Wichtige Gründe, damit die Menschen sich wohlfühlen, sind: gute Ärzte, genügend Geld und gute Schulen.

Warum hatten die alten Ägypter so viele Götter?

Die alten Ägypter hatten mehr als 2000 Götter. Manche machten denselben Job, zum Beispiel waren Re und Amun beide Sonnengott. Außerdem gab es neben den Hauptgottheiten viele Minigötter auf Dörfern und in Städten. Das Christentum kennt zwar nur einen Gott, aber bei den Katholiken gibt es fast 7000 Heilige und Seliggesprochene, die man um Hilfe bitten kann. Die südasiatische Religion des Hinduismus bringt es auf 330 000 „übernatürliche Wesenheiten“ – das ist wohl der Rekord.

Hartmut Wewetzer ist Wissenschaftsredakteur. Geholfen hat ihm Vincent Trautmann, 15 Jahre.
Frage von: Kinderredaktion

Wie viele Menschen werden jeden Tag geboren?

Jeden Tag kommen etwa 380000 Menschen neu auf die Welt, 155000 sterben. Die Erdbevölkerung wächst also täglich um 225000 Menschen. Das entspricht etwa der Einwohnerzahl einer Stadt wie Magdeburg oder Freiburg. Und es bedeutet, dass jedes Jahr 80 Millionen mehr Erdenbürger auf dem Globus leben – so viele Menschen, wie Deutschland Einwohner hat. Bei uns werden jeden Tag rund 1900 Menschen geboren und 2300 sterben.
Frage von: Kinderredaktion

Warum werden die Menschen heute größer als noch vor 100 Jahren?

 Das liegt vor allem an der besseren Ernährung. Das heutige Essen enthält mehr Vitamine, Mineralien und Eiweiß als früher. Deshalb werden wir heute im Durchschnitt viel größer. Schon zu früheren Zeiten beobachte man, wie sich die Ernährung auf die Körpergröße auswirkte. Im Mittelalter waren die Menschen ziemlich groß, weil sie meist gut zu essen hatten. Später, im 16. Jahrhundert, blieben viele kleiner, als sie hätten werden können, weil sie nicht genug zu beißen hatten und hungern mussten. Außerdem sind die Menschen heute weniger krank, auch deswegen kann der Körper besser wachsen.
Frage von: Kinderredaktion

Gibt es Gott, und komme ich in den Himmel?

Diese Fragen kann dir kein Mensch auf der Welt mit einem einfachen ja oder nein beantworten. Die meisten Menschen nehmen an, dass es Gott gibt. Aber nicht alle. Bei der Antwort kommt es eher auf Glauben als auf Wissen an. Jeder sollte sich selbst fragen, ob er an Gott glauben kann. Du musst die Antwort also selbst finden. Natürlich kannst du auch andere Menschen fragen, was sie darüber denken. Denn viele haben schon über diese Frage nachgedacht. Das wird es dir sicher erleichtern, deine eigene Antwort zu finden.
Frage von: Kinderredaktion

Wie viel Geld gibt es auf der Welt?

Ganz genau kann das natürlich niemand sagen. Es kommt darauf an, was man alles zum Geld dazurechnet. Und es würde viel Zeit in Anspruch nehmen, alle Münzen und Geldscheine, Sparbücher und Geldanlagen auf der Welt zusammenzuzählen. Aber wenn sich jemand die Mühe machen würde, käme man auf einen Gesamtbetrag von rund 35 Billionen Euro. Das sind umgerechnet 35 000 000 000 000 Euro. Eine ganze Stange Geld, findet ihr nicht?
Frage von: Kinderredaktion

Wie alt ist Gott?

Menschen, die an Gott glauben, sagen oft, dass er ewig sei. Sein Alter ist nicht in Jahren zu messen, weil er schon immer da war und immer da sein wird. Andere Leute, die eher vermuten, dass Gott ein Teil des Universums ist, veranschlagen sein Alter auf 13,7 Milliarden Jahre. So alt ist das Weltall. Wieder andere sagen, dass Gott ein Produkt unserer Kultur und damit unserer Vorstellungskraft ist. Die ältesten Hinweise darauf, dass Menschen an höhere Wesen glaubten, sind zwischen 10 000 und 50 000 Jahre alt. Folglich kann auch Gott nicht älter sein. Auf diese Frage gibt es also mehrere Antworten – sucht euch die heraus, die am besten zu euch passt!
Frage von: Helena

Warum gähnen wir, wenn wir müde sind?

 Mit Müdigkeit selbst hat das Gähnen nicht unbedingt etwas zu tun. Manche Menschen gähnen auch, wenn sie aufgeregt sind. Zum Beispiel Sportler vor einem Wettkampf oder Fallschirmspringer, bevor sie aus dem Flugzeug springen. Man weiß bis heute nicht so genau, wozu das Gähnen eigentlich gut ist. Aber es ist ansteckend. Selbst beim Lesen übers Gähnen muss man gähnen. Es könnte sein, dass sich zum Beispiel eine Affenhorde mit Hilfe des Gähnens verabredet und sich gemeinsam schlafen legt. Vielleicht ist es also umgekehrt: Wir werden müde, weil wir gähnen!
Frage von: Kinderredaktion

Warum haben Giraffen Hörner?

Die Giraffen sind mit den Hirschen und den Rindern verwandt. Deshalb haben sie auch ein kurzes „Geweih“ oder „Hörner“. Diese Höcker bestehen aus verknöchertem Knorpel. Die Männchen benutzen die Höcker, um gegeneinander zu kämpfen und auf diese Art herauszufinden, wer der Stärkere ist. Denn das kräftigste Giraffenmännchen hat das Vorrecht, sich mit den Weibchen im Rudel zu paaren. Durch diese Rangkämpfe sind die Höcker bei den Männchen meist glatt und abgeschabt. Bei den Weibchen dagegen sind sie noch mit Haarbüscheln besetzt. Deshalb kann man an den Hörnern erkennen, ob man ein Männchen oder ein Weibchen vor sich hat.
Frage von: Kinderredaktion

Wie viel Megabyte hat das Gehirn?

Unser Gehirn besitzt 100 Milliarden Nervenzellen. Sie sind über feine Kabel verbunden, die insgesamt 250 000 Kilometer lang sind – zwei Drittel der Entfernung von der Erde zum Mond. Jede Nervenzelle hat 1000 bis 10 000 Kontakte zu anderen Nervenzellen, zusammen sind das an die 100 Billionen Kontakte. Rechnet man jeden Kontakt als ein Bit, kommt man auf 10 Millionen Megabyte (oder 10 000 Gigabyte oder zehn Terabyte). Große Festplatten im Computer bringen es auf 750 Gigabyte. Wahrscheinlich ist die „Speicherkapazität“ unseres Gehirns noch größer, weil es komplizierter als ein Computer verschaltet ist und mehr leisten kann.