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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Warum sagen manche Leute, dass Freitag, der 13. ein Unglückstag ist?

Der Grund für diese Befürchtung liegt wahrscheinlich in der christlichen Religion. Die Zahl 13 gilt als verhängnisvoll, weil beim letzten Abendmahl Jesus und die zwölf Jünger 13 ergaben. Die 13. Person war Judas, der Jesus verriet. Jesus wurde außerdem an einem Freitag gekreuzigt. Freitag, der 13. bedeutet demnach also doppeltes Pech. Die Zahl 13 hat auch nach der nordischen Götterlehre eine ungute Bedeutung. Der geliebte Held und Gott Baldur wird bei einer zu zwölft abgehaltenen Versammlung getötet, nachdem als 13. der heimtückische Gott Loki hinzugekommen ist und den Mörder zu seiner Tat angestiftet hat.

Warum fluchen wir?

Fluchen ist wie ein Ventil. Man kann so richtig Dampf ablassen, wenn man einen Kraftausdruck gebraucht. Auf diese Weise macht man seinem Ärger oder seiner Enttäuschung Luft, ohne gleich auf jemand anders loszugehen. Oder man kann sogar einen Angreifer damit einschüchtern. Das Fluchen kann auch helfen, Schmerzen zu lindern. Etwa, wenn man sich aus Versehen auf den Finger gehauen oder auf die Zunge gebissen hat. Es hat also durchaus seine nützlichen Seiten. Wenn man es aber mit dem Schimpfen übertreibt, dann hilft es nicht mehr. Dann bleiben nur noch die hässlichen Wörter übrig.

Können fliegende Fische wirklich fliegen?

Fliegende Fische beschleunigen im Wasser. Wenn sie richtig Tempo haben, tauchen sie auf und lassen sich von ihren flügelartigen Vorderflossen nach oben in die Lüfte tragen. Sie können schon mal eine halbe Minute über dem Wasser segeln, eine Höhe von anderthalb Metern erreichen und mehrere hundert Meter weit „fliegen“. Man nimmt an, dass sie nur aus dem Wasser kommen, um vor Feinden zu fliehen. Anders als die eigentlichen fliegenden Fische können die kleinen südamerikanischen Beilbauchsalmler tatsächlich mit ihren Brustflossen auf und ab schlagen. Auf diese Weise fliegen sie ein paar Meter hoch.

Warum ist Frauenfußball nicht so beliebt wie Männerfußball?

Männerfußball ist schnell und voller packender Zweikämpfe. Das macht das Zuschauen sehr spannend selbst für Leute, die nicht unbedingt Fußballfans sind. Ganz so dramatisch geht es beim Frauenfußball nicht zu. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Frauen noch nicht so lange Fußball spielen wie Männer. Vielleicht wird Frauenfußball also irgendwann ähnlich beliebt sein wie Männerfußball. Bei anderen Sportarten ist das ja schon so, zum Beispiel beim Tennis oder in der Leichtathletik.

Woher kommt der Ausdruck „Fernsehen“?

„Fernsehen“ geht auf den deutschen Chemiker, Fabrikanten und Erfinder Eduard Liesegang zurück. Das Wort leitet sich vom Telefon ab. Mit dem Telefon kann man hören, was „in der Ferne“ gesagt wird. Deshalb hießen die Ohrmuscheln des Telefons früher auch „Fernhörer“. Der „Fernseher“ erlaubt es, etwas zu sehen, das in der Ferne geschieht, ohne dass man dabei ist. „Television“ ist übrigens die Übersetzung von „Fernsehen“ in das Altgriechische (tele heißt fern) und Lateinische (visio heißt Sicht). Aber natürlich hatten die alten Griechen und Römer weder Telefon noch Television.

Müssen die Fische sterben, wenn der Blitz in einen See einschlägt?

Nein, die meisten kommen ungeschoren davon. Der Blitz bahnt sich einen Weg von den Wolken durch die Luft ins Wasser. Weil Luft den elektrischen Strom schlecht leitet, ist der Strom im Blitzstrahl auf engstem Raum konzentriert. Wasser dagegen leitet gut. Sobald der Blitz auf dem Wasser aufschlägt, verteilt sich der elektrische Strom auf großer Fläche im Wasser und wird dadurch „verdünnt“. Er kann deshalb bald nichts mehr ausrichten. Es sei denn, der Blitz schlägt direkt in der Nähe ein. Ein Fisch nahe an der Oberfläche oder ein Schwimmer ist dann in echter Gefahr.

Ist es schädlich, mit den Fingern zu knacken?

Man weiß nicht genau, warum die Finger knacken, wenn wir die Gelenke überdehnen. Vermutlich liegt es daran, dass durch die Überdehnung Gas aus der Gelenkflüssigkeit ausperlt. So wie Kohlendioxid, wenn man eine Mineralwasserflasche aufmacht. Die Gasblase im Gelenk zerplatzt dann mit einem Knacken. Schädlich ist das normalerweise nicht. Aber für das Fingerknacken wie für alles andere im Leben gilt: nicht übertreiben! Sonst bekommt ihr Ärger mit euren Eltern, die sich Sorgen um eure Finger machen. Auch mein Sohn knackt übrigens für sein Leben gern!

Warum stinken Füße?

Der Hauptgrund ist Schwitzen. Jeder Fuß besitzt etwa 250 000 Schweißdrüsen, und täglich können diese Drüsen einen halben Liter Schweiß bilden. Der wird von Bakterien zersetzt. Es sind die Ausscheidungen der Bakterien, die so schlecht riechen. Die Füße riechen besonders, weil sie in Socken und Schuhen stecken. Der Schweiß kann nicht einfach verdunsten wie von den Händen. So erzeugen Socken und Schuhe einen feuchten, warmen und dunklen Lebensraum, in dem Bakterien sich besonders wohlfühlen. Manche Menschen schwitzen besonders viel, deshalb riechen ihre Füße auch mehr.

Warum brauchen Raketen keine Flügel?

Flugzeuge haben an ihrem Rumpf Flügel. Sie sind so gebaut, dass die Luft an der Oberseite der Flügel etwas schneller vorbeiströmt als darunter. So entstehen Druckunterschiede: Oben ein Unterdruck, der das Flugzeug hochzieht, unten ein Überdruck, der es nach oben drückt. Dieser Effekt wird umso stärker, je schneller das Flugzeug im Vergleich zur ruhigen Luft unterwegs ist. Raumsonden im Weltall brauchen keine Flügel, weil es dort oben keine Luft gibt. Der Spaceshuttle braucht Flügel, damit er durch die Lufthülle der Erde gesteuert und wie ein Flugzeug gelandet werden kann.

Dr. Wewetzer ist im sauer verdienten Urlaub. Deshalb antwortete in dieser Woche Ralf Nestler.

Was ist im Fußball drin?

Luft! Sie wird von einer Gummiblase im Fußball festgehalten. Um die Blase herum befindet sich die Außenhülle des Fußballs. Sie war früher aus Leder und ist heute aus wasserdichtem Kunststoff. In früheren Zeiten waren Fußballe aber auch oft gefüllt. Es war nämlich schwierig, die Luft im Ball festzuhalten. Bälle wurden zum Beispiel mit Gras gestopft, damit sie nicht zu schwer wurden. Bei den Fußballern in Mittelamerika vor 3500 Jahren war der Ball sogar komplett aus Gummi. Gar nicht auszudenken, wenn man den an den Kopf bekommen hat!
Frage von: Kinderredaktion

Ist ein Fußballspiel im Fernsehen wirklich „live“?

Das Fernsehbild braucht von der Kamera bis zur Fernsehregie etwa eine halbe Sekunde, von dort bis zu den Senderzentralen noch eine halbe Sekunde. Es dauert also eine gute Sekunde, bis das Fußballspiel bei uns zu Hause auf dem Fernsehschirm ist. Das gilt aber nur für das analoge Kabelfernsehen. Die Übertragung über Satellitenschüssel ist etwas langsamer, weil es länger dauert, die Fernsehsignale zum Satelliten und von dort zu den Satellitenschüsseln zu senden. Noch einmal etwa zwei bis vier Sekunden länger dauert es bei digitalem Fernsehen. Deshalb können manche Leute schon ein paar Sekunden eher jubeln!
Frage von: Kinderredaktion

Kann etwas passieren, wenn ein Blitz in ein Flugzeug einschlägt?

Manchmal kommt es vor dass ein Verkehrflugzeug vom Blitz getroffen wird. Aber wer im Flugzeug sitzt, ist gegen den Blitz geschützt. Die Blitzenergie wird über die metallische Haut des Flugzeugs abgeleitet. Das ist genauso wie bei Autos und Eisenbahnen. Allerdings müssen bestimmte Teile eines großen Flugzeugs besonders geschützt werden. Das sind vor allem die Treibstofftanks, die elektronischen Geräte und Computer und die Nase des Flugzeugs, in die Radaranlage eingebaut ist. Damit all das geschützt ist und nach einem Blitzschlag noch funktioniert, muss sorgfältig getestet werden, ob ein Flugzeug bei Blitzschlägen sicher ist.
Frage von: Kinderredaktion

Was ist der schnellste Fisch?

Der schnellste Fisch ist der pazifische Segelfisch. Dieser Raubfisch pflügt mit bis zu 110 km/h Spitzengeschwindigkeit durch den Ozean. Der Segelfisch wird dreieinhalb Meter lang und kann zwei Zentner wiegen. Er hat eine große Segelflosse auf dem Rücken. Wenn er auf der Jagd nach einem Sardinenschwarm ganz schnell schwimmt, klappt er sie ein. Sobald der Segelfisch den Schwarm eingeholt hat, faltet er das Segel hoch, dreht eine scharfe Kurve in den Fischschwarm hinein und tötet die Fische mit seinem langen, spitzen Schnabel. Das schnellste Tier überhaupt ist übrigens der Wanderfalke, der an die 400 km/h schnell wird und damit selbst den Segelfisch weit hinter sich lässt.