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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Warum bekommen wir nicht mit, wie sich die Erde dreht?

Die Erde dreht sich ziemlich schnell, nämlich einmal am Tag um sich selbst. Das kann man an der Sonne merken, die während eines Tages am Himmel vorbeizieht. Nicht sie bewegt sich, sondern wir uns! Davon bekommt man aber nichts mit; weil sich alle Dinge um einen herum mitbewegen. Bäume, Häuser, selbst die Wolken – alles dreht sich mit der Erde unter uns mit. Kein Wunder, dass die Menschen lange geglaubt haben, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums. Schließlich drehen sich doch die Sonne und die Sterne um die Erde!

Kann man Erdbeben vorhersagen?

Leider nicht. Bis heute sind alle Versuche fehlgeschlagen, rechtzeitig und zuverlässig vor einem herannahenden Beben zu warnen. Aber dafür weiß man, in welchen Gebieten die Erde besonders häufig zittert. Rings um den Pazifik ereignen sich 80 Prozent der großen Erdbeben, deshalb sind Japan und Kalifornien stark gefährdet. Und die Forscher können sagen, wie hoch das Erdbebenrisiko in einem bestimmten Zeitraum ist, also etwa in den nächsten fünf oder 50 Jahren. Das ist eine große Hilfe, wenn es darum geht, sich zu schützen. Zum Beispiel, indem man besonders stabile Häuser baut. Dr. Wewetzer leitet beim Tagesspiegel das Ressort Forschen und Wissen

Leitet Eis elektrischen Strom?

Flüssiges Wasser transportiert den elektrischen Strom hervorragend. Das liegt an elektrisch geladenen Teilchen im Wasser, den Salzen. Man nennt sie auch Ionen. Sie leiten den Strom. Meerwasser leitet ihn besonders gut, weil es viel Salz enthält. Wenn Wasser gefriert, können die Ionen sich nicht mehr so gut bewegen und verlieren den Kontakt zueinander. Je kälter es ist, umso mehr sind die Ionen zwischen den Eiskristallen eingesperrt. Gefrorenes Wasser leitet deshalb den elektrischen Strom so gut wie gar nicht.

Warum legen Menschen keine Eier?

Eier sind praktisch. Man muss sie einfach ausbrüten, und schon schlüpft ein kleiner Nachkomme. Aber ein Mensch könnte niemals in einem Ei heranwachsen. Wir brauchen viel mehr Nährstoffe und Sauerstoff, als wir in einem fertigen Ei jemals erhalten könnten. Diese Dinge bekommen wir, wenn wir im Mutterleib heranwachsen. Auch praktisch: Ein Embryo muss beim Heranreifen „Abfälle“ ausscheiden können. Sie werden über den Körper der Mutter abtransportiert. Wie fast alle anderen Säugetiere wachsen Menschen deshalb in der Gebärmutter heran.

Warum hat das Ei einen Dotter?

Im gelben Eidotter sind alle wichtigen Nährstoffe für das Küken enthalten. Es wächst vollständig im Dotter heran, wofür es drei Wochen braucht. Der Dotter ist kugelförmig und wird durch dünne Fäden in der Mitte des Eis gehalten. Die Fäden werden Hagelschnüre genannt, man kann sie sehen, wenn man ein Ei aufschlägt. Die Farbe des Eidotters kann man mit dem Futter für die Henne verändern. Maiskörner zum Beispiel färben ihn kräftig gelb. Auf den Geschmack des Eis hat die Farbe aber keinen Einfluss. Übrigens sind die Eier, die wir kaufen, nicht befruchtet. Sie enthalten also keine Küken, und wir können den Dotter aufessen.

Warum tut man Eier in den Kuchenteig?

Das Ei klebt den Teig zusammen und macht ihn geschmeidig. Die Ursache ist ein Stoff namens Lecithin. Er findet sich im Eigelb. Ein weiterer Vorteil von Lecithin ist, dass es hilft, Wasser und Fett im Teig zu vermischen. Eier enthalten neben Fett und Protein (Eiweiß) viel Wasser, so dass sie außerdem den Teig feucht machen. Wenn man Eiklar schlägt, werden winzige Luftblasen in das Eiklar eingeschlossen. Es nimmt an Größe zu, wird weiß und fest. Man kann es in den Kuchenteig einrühren und macht ihn dadurch viel luftiger.

Ab wann kann man sich erinnern?

An Erlebnisse aus unseren ersten Lebensjahren können wir uns nicht erinnern. Häufig stammen die ersten Erfahrungen, die uns noch gegenwärtig sind, aus der Zeit, als wir zwischen drei und vier Jahre alt waren. Warum das so ist, weiß man nicht genau. Vermutlich ist das Gehirn kleiner Kinder noch nicht ausgereift genug, um Langzeiterinnerungen zu speichern. Manche Leute glauben trotzdem felsenfest, sich Ereignisse gemerkt zu haben, als sie erst zwei Jahre oder gar noch jünger waren. Das kann daran liegen, dass man ihnen später davon erzählt hat. Und diese Erzählung wurde dann zur vermeintlichen Erinnerung.
Frage von: Kinderredaktion

Warum ist Eidotter gelb?

Die gelbe Farbe stammt von Karotinoiden. Das sind rötliche oder gelbe Farbstoffe. Sie sind in den Pflanzen enthalten, die das Huhn frisst, zum Beispiel in Maiskörnern oder Gras. Das Huhn baut diese Farbe dann in das Eigelb ein. Je nach Art der Nahrung ist der Dotter Blassgelb oder richtig leuchtend Orange. Die Karotinoide haben im Eidotter eine wichtige Aufgabe. Sie schützen wertvolle Bestandteile des Eis, zum Beispiel Vitamine, vor der Zerstörung. Die gelbe Farbe ist also nicht das Wichtigste, obwohl sie schön aussieht.

Warum lässt Salz Eis schmelzen?

Wasser besteht aus kleinsten Teilchen, den Molekülen. Jedes bewegt sich ununterbrochen. Bei Wärme schneller, bei Kälte langsamer. Bei null Grad „kleben“ die Wassermoleküle zusammen und erstarren zu Eis. Allerdings bleibt auf der Oberfläche eine dünne Schicht von flüssigem Wasser, denn hier hält das Eis nicht so gut zusammen. Gibt man Salz auf die Oberfläche, dann löst es sich im Wasser auf. Jetzt ist es viel schwerer für die Wassermoleküle, aneinander zu haften. Das Eis taut. Das funktioniert genauso mit anderen Stoffen, zum Beispiel mit Zucker oder Alkohol. Aber die sind zum Streuen zu schade.
Frage von: Kinderredaktion

Erkältet man sich bei Kälte leichter?

Nicht unbedingt. Erkältungen werden meist von Viren hervorgerufen. Das sind winzige Krankheitserreger. Ob wir uns „erkälten“, hängt eher davon ab, ob unsere Körperabwehr die Viren bekämpfen kann. Deshalb kann man auch im Sommer eine „Erkältung“ bekommen. Im Winter passiert das häufiger, weil die Heizungsluft die Nasenschleimhaut austrocknet und sie empfindlicher für Krankheiten macht. Außerdem sind die meisten Menschen weniger an der frischen Luft, hocken aufeinander und stecken sich so leichter an. Es kann auch sein, dass Kälte manche Keime eher am Leben erhält.

Warum hat die Europaflagge zwölf Sterne?

Die zwölf Sterne stehen für Vollkommenheit und Vollständigkeit und sollen alle Völker Europas darstellen. Die Europaflagge wurde 1955 vom Europarat eingeführt und 1986 von der Europäischen Gemeinschaft, der heutigen EU, übernommen. Anfangs sollte die Fahne übrigens 15 Sterne haben. Damals, 1953, hatte der Europarat nämlich 15 Mitglieder, darunter auch das Saarland, das heute zu Deutschland gehört. Deutschland protestierte, weil damit das Saarland als eigener Staat angesehen worden wäre. Frankreich dagegen wollte keine 14 Sterne. Und weil 13 als Unglückszahl gilt, einigte man sich schließlich auf zwölf.
Frage von: Kinderredaktion

Wie sind die Elemente entstanden?

Alles begann mit dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren. Damals war das Universum unglaublich heiß. Erst als es sich ein wenig abgekühlt hatte, konnte sich als erstes Element Wasserstoff bilden. Als es "nur noch" etwa zehn Millionen Grad heiß war, verschmolzen Wasserstoffatome miteinander und bildeten das nächste Element: Helium. Danach wurden die Sterne zur Wiege der Materie. In ihrem Inneren, also auch in unserer Sonne, verschmelzen Helium und Wasserstoff zu anderen Elementen und diese anderen Elemente verschmelzen wieder zu weiteren. Das nennt man Kernfusion. Die dabei frei werdende Energie hält unsere Sonne am Leben. Manche Elemente können sich aber nur am Lebensende eines Sterns bilden, wenn er explodiert. So kommt es, dass wir alle aus Sternenstaub bestehen.
Frage von: Kinderredaktion

Welches Tier legt die größten Eier?

Von den heute lebenden Tieren legen die Strauße die größten Eier. Straußeneier wiegen fast zwei Kilogramm und damit so viel wie 24 Hühnereier. Ein heute ausgestorbener Verwandter des Straußes, der Elefantenvogel, legte aber viel größere Eier! Sie waren 30 Zentimeter lang, fassten einen Inhalt von neun Litern und waren fast so schwer wie 200 Hühnereier. Kein Wunder, denn so ein Elefantenvogel wog beinah eine halbe Tonne. Wie der Strauß konnte er nicht fliegen und wurde von den Ureinwohnern Madagaskars vor langer Zeit ausgerottet. Die Eier der Elefantenvögel waren sogar schwerer als die der großen Dinosaurier. Die Dinos legten dafür viel mehr Eier. Guter Trick!
Frage von: Kinderredaktion

Warum ist die Erde rund und nicht eine platte Scheibe, wie Cäsar glaubte?

Dass die Erde rund ist, liegt an der Schwerkraft oder Erdanziehungskraft. Weil die Erde ein großer Himmelskörper ist, hat sie eine große Anziehungskraft. So zieht sie alle Gegenstände an und kann auch uns Menschen auf der Erde festhalten. Die Erdanziehungskraft kommt aus dem Inneren der Erde und wirkt nach allen Seiten gleichmäßig. Deshalb ist die Erde kein Würfel und keine Scheibe, sondern rund. Würde ein Zauberer die Erde in eine Scheibe verwandeln, würde sie sich wegen der Schwerkraft wieder zu einer Kugel zurückbilden.
Frage von: Niko Siska, 11 Jahre

Kann der Erdkern eigentlich abkühlen? Und wenn ja, was passiert dann?

Die Erde kühlt schon seit ihrer Entstehung vor Milliarden von Jahren ab. Nur geschieht das so langsam, dass wir es nicht bemerken. Es dauert vermutlich noch Milliarden von Jahre, bis der Erdkern völlig erkaltet ist. Bis dahin hat die Erde schon lange keine Lufthülle und keine Ozeane mehr und wird buchstäblich ein toter Himmelskörper sein, so wie der Mond. Vorher wird die Erde vermutlich so ähnlich aussehen wie der Mars jetzt. Der besitzt gerade noch eine dünne Luftschicht.
Frage von: Kinderredaktion

Warum schmilzt Eis in der Sonne?

Wenn man Eis ganz aus der Nähe betrachtet, dann besteht es aus lauter kleinen Kügelchen. Diese Teilchen ziehen sich gegenseitig an. Sie sind fest und dicht nebeneinander gepackt. Deshalb ist das Eis fest. Wenn die Sonne draufscheint, werden die winzigen Eiskügelchen erwärmt. Die Wärme überträgt sich auf due Teilchen. Sie beginnen zu rucken und zu zucken. Je wärmer das Eis wird, umso mehr bewegen sich die Kugeln. Schließlich bewegen sie sich so sehr, dass ihre gegenseitige Anziehung sie nicht mehr zusammenhält. Die Kugeln kullern durcheinander. Das Eis schmilzt.