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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Kann man Dinosaurier wieder zum Leben erwecken?

2010 haben chinesische Forscher ein Gelege des Lufengosaurus entdeckt. Die Eier dieses Dinosauriers waren fast 200 Millionen Jahre alt und versteinert. Aus ihnen werden keine Dinos mehr schlüpfen. Um einen Saurier aus einer Zelle zu klonen, bräuchte man intakte Zellen, doch die gibt es nach so langer Zeit nicht mehr. Außerdem könnte man versuchen, Erbinformation zu gewinnen, um eine lebensfähige Zelle zusammenzubasteln. Das Problem dabei ist, dass die Erbsubstanz sich nach einer Million Jahre zersetzt hat. Deshalb werden wir die Wiedergeburt der Dinosaurier wohl nicht mehr erleben.

Warum haben wir machmal das Gefühl, etwas schon erlebt zu haben?

Das Gefühl, etwas schon erlebt zu haben, nennt man „Déjà vu“ (gesprochen „descha wü“). Das ist französisch und heißt „schon gesehen“. Manche Forscher glauben, dass die Gedächtniszentrale im Gehirn, die uns mitteilt, dass etwas vertraut ist, sich beim Déjà vu zu Wort meldet. Sie sagt dir: Das kennst du! - obwohl das nicht stimmt. Es könnte sein, dass man abgelenkt ist und kurz darauf ein Déjà-vu-Erlebnis hat. Dann hat das Gehirn die Situation unterschwellig als bekannt eingestuft. Wenn wir nicht mehr abgelenkt sind, wundern wir uns, dass wir etwas „schon erlebt haben“.

Dr. Wewetzer leitet beim Tagesspiegel das Ressort Forschen und Wissen

Kann Deutschland sich selbst ernähren?

Nicht völlig, aber zum großen Teil könnte sich Deutschland selbst mit Essen versorgen – nämlich zu 90 Prozent. Wenn man auch kein Tierfutter aus dem Ausland kaufen würde, wären es allerdings nur noch 80 Prozent. Mehr als genügend gedeckt wäre die Ernährung mit Getreide, Kartoffeln, Zucker, Rind- und Schweinefleisch und mit Milch und Milchprodukten. Längst nicht so gut sieht es bei Gemüse, Obst und vor allem Fisch aus, da wird ziemlich viel aus dem Ausland eingeführt. Wir sind also darauf angewiesen, dass Lebensmittel aus anderen Ländern zu uns kommen.

Wo kommt die deutsche Sprache her?

Die deutsche Sprache geht auf die Germanen zurück. Das waren Stämme und Völker, die unter anderem im südlichen Skandinavien und an der unteren Elbe lebten. Vor 2500 Jahren trennte sich die Sprache der Germanen von den Sprachen der Nachbarvölker, also etwa der Kelten und Slawen. Man nennt das die „erste Lautverschiebung“, weil nun bestimmte Laute durch andere ersetzt wurden. Vor etwa 1500 Jahren trennte sich dann die eigentliche deutsche Sprache von den anderen germanischen Dialekten ab, also zum Beispiel vom Englischen. Die Ursache war wieder eine Lautverschiebung,. Beispiel: Wo die Engländer „pepper“ sagen, sagen wir „Pfeffer“.
Frage von: Kinderredaktion

Kann man an nichts denken?

Nein. Man denkt immer an etwas, auch wenn man glaubt, an nichts zu denken. Es kann aber sein, dass man nicht mitbekommt, was um einen herum geschieht. Wer im Zug fährt, wird das Fahrtgeräusch nach einiger Zeit nicht mehr hören, obwohl es natürlich noch da ist. Und manchmal gaukelt uns unser Gehirn auch etwas vor, was nicht vorhanden ist, zum Beispiel beim „blinden Fleck“ in unserem Auge. Obwohl wir mit der Stelle des Auges, an der sich der Sehnerv befindet, nichts sehen können, merken wir das gar nicht – unser Bild von der Welt hat an dieser Stelle kein Loch. Das Gehirn tut nämlich einfach so, als ob es keinen blinden Fleck geben würde!
Frage von: Kinderredaktion

Wie alt wurden die Dinosaurier?

Das kann man nur sehr schwer schätzen. Man bekommt Hinweise durch „Jahresringe“ in den Dinosaurierknochen, ähnlich wie in Baumstämmen. Außerdem kann man die Dinosaurier mit heute lebenden Reptilien und ihrer Lebenserwartung vergleichen. Einige Wissenschaftler glauben, dass große Dinosaurier 100 Jahre oder älter werden konnten, andere bezweifeln das. Man nimmt an, dass die Tiere zwischen 50 und 150 Jahre alt werden konnten. Je kleiner, umso kurzlebiger – aber genau weiß das keiner.
Frage von: Marek

Wie heißen Dinosaurier auf deutsch?

Das Wort Dinosaurier leitet sich aus dem Altgriechischen ab, wo deinos „schrecklich“ heißt und sauros „Echse“. Also heißt Dinosaurier auf deutsch „schreckliche Echse“ oder in einem Wort „Schreckechse“. Es ist unglaublich, wie lange die Schreckechsen die Erde regiert haben – etwa 170 Millionen Jahre! Erst vor 65 Millionen Jahren sind sie ausgestorben. Genau genommen stimmt das aber auch nicht, denn die Vögel haben als Nachfahren der Dinosaurier überlebt. Die Dinosaurier waren eine sehr vielfältige Tiergruppe. Jedes Jahr werden versteinerte Überreste von Arten entdeckt, die man bisher noch nicht kannte.
Frage von: Kinderredaktion

Wo kommen die Farben der Deutschlandflagge her?

Schwarz, Rot und Gold sind die Farben der Deutschlandfahne und die deutschen Nationalfarben. Sie stammen noch aus dem Mittelalter. Der Adler des damaligen deutschen Reiches (genauer: des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation") wurde schwarz mit roten Klauen und Schnabel auf goldenem Grund dargestellt. Die älteste Abbildung des Reichsadlers in diesen drei Farben ist 700 Jahre alt und stammt aus der Manessischen Handschrift. Im 19. Jahrhundert wurden die drei Farben dann zur deutschen Nationalfahne zusammengefügt.