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Dr. Wewetzer

Dr. Wewetzer von A bis Z

Hier findet ihr alle bisherigen Fragen
und Antworten




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Wo kommt das @-Zeichen her?

Das @-Zeichen (sprich: „ät“) findet man schon im Mittelalter. Möglicherweise haben es Mönche benutzt, um Wörter wie „neben“, „bei“ und „über“ abzukürzen und so Tinte zu sparen. Die Mönche leiteten es womöglich vom lateinischen Wort „ad“ ab, wobei sich das „d“ umgekehrt über das „a“ klappt. Es wurde auch von Kaufleuten als Abkürzung benutzt. Im Spanischen bezeichnete es eine Maßeinheit von zehn Kilogramm oder 15 Liter. Häufig wurde es im Sinne von „je“ oder Französisch „à“ verwendet – 10 Birnen @ 1 Euro kosten also 10 Euro. 1971 wurde das @ für E-Mails eingeführt und hat hier die Bedeutung „bei“.

Wie schlafen Astronauten?

Die Internationale Raumstation umrundet die Erde in 90 Minuten. Die Astronauten an Bord sind fast schwerelos, sie schlafen meist in Schlafsäcken, die an der Wand festgebunden sind. Auch die Astronauten selbst müssen sich festbinden, selbst die Arme und Beine. Ein weiteres Problem ist der Lärm an Bord, den die vielen Maschinen verursachen. Es gibt auch nicht mehr Tag und Nacht wie auf der Erde. Deshalb ist es kein Wunder, dass viele Astronauten nicht schlafen können und Tabletten nehmen müssen.

Warum sagt man, jemand wird „achtkantig“ rausgeschmissen?

Das Wort „achtkantig“ wird vor allem in Norddeutschland gebraucht. Im Norden heißt „achtern“ beim Schiff so viel wie „hinten“. Wer „achtkantig“ rausfliegt, muss also durch die Hintertür hinaus. Es könnte aber auch heißen, dass die Person mit der „Rückseite zuerst“ rausfliegt und dann auf ihrem Hintern landet. Oder sie bekommt einen Tritt in denselben und fliegt dann durch die Tür. Wie auch immer, „achtkantig rausfliegen“ ist ziemlich unangenehm!

Kann man vergessen, zu atmen?

Nein, der Körper steuert die Atmung automatisch. Deshalb atmen wir auch dann, wenn wir nicht an daran denken, etwa im Schlaf. Gesteuert wird das Atmen vom Gehirn. Das Atemzentrum sitzt ganz tief unten, im Hirnstamm. Es gibt das Signal zum Ein- und Ausatmen. Der Atem ist aber nicht immer regelmäßig. Wir holen schneller Luft, wenn wir laufen und atmen langsamer, wenn wir entspannt sind. Für eine Zeit können wir die Luft anhalten, dann gibt es Alarm im Atemzentrum, und wir schnappen nach Luft.

Wie sieht ein Atom aus?

Die Welt ist aus Atomen aufgebaut. Aber die sind so winzig, dass einzelne Atome selbst unter den besten Mikroskopen hindurchflutschen. Man kann sie nur indirekt messen. Etwa so, als ob man jemanden, der unsichtbar ist, mit Farbe besprüht. Er bleibt unsichtbar, aber wir wissen, wo er steckt. Dabei zeigt sich, dass Atome Wolken ähneln, die aus Elektronen bestehen. Das sind Teilchen, die um den Atomkern herumschwirren. Der ist noch viel winziger. Wenn der Kern eine Erbse wäre, dann wäre das ganze Atom größer als ein Fußballstadion!

Hat es die Stadt Atlantis gegeben?

Der griechische Philosoph Plato lebte vor 2400 Jahren. Er berichtete von dem einst mächtigen Inselreich Atlantis, das 9000 Jahre zuvor innerhalb eines Tages im Meer versunken sei. Vermutlich hat es Atlantis aberh nie gegeben. Vor Plato hat niemand davon berichtet, auch seine Zeitgenossen erwähnen es nicht. Plato hat sich die Geschichte also wohl ausgedacht. Vielleicht hat er dabei das Schicksal der Stadt Helike im Hinterkopf gehabt. Sie lag am Golf von Korinth und ging 373 v. Chr., also zu Lebzeiten Platos, durch ein Erdbeben und einen Tsunami unter. Vor zwölf Jahren hat man die Überreste Helikes gefunden.

Was ist das schnellste Auto aller Zeiten?

Den Geschwindigkeitsrekord hält der britische ThrustSSC. Er erreichte am 15. Oktober 1997 eine einminütige Durchschnittsgeschwindigkeit von 1227 Stundenkilometern über eine Meile. Dabei wurde die Schallmauer durchbrochen. Der ThrustSSC ist mit seinen zwei Strahltriebwerken allerdings eher ein Düsenjet auf Rädern, normal fahren kann man mit diesem Auto nicht. Ende des Jahres soll der bleistiftspitze Bloodhound SSC den Rekord bei weitem übertreffen. Dieses britische Düsenauto könnte eine Geschwindigkeit von 1600 Stundenkilometern erreichen. Das ist schneller als eine Revolverkugel!

Warum behaupten manche Wissenschaftler, dass der erste Mensch ein Affe war?

Der Mensch und die heute lebenden Affen hatten gemeinsame Vorfahren. Die sahen natürlich ziemlich affenartig aus. Trotzdem ist es unsinnig zu sagen, dass der erste Mensch ein Affe war.
Stell dir einfach folgendes vor: Du fasst deinen Vater oder deine Mutter an die Hand. Und die fassen ihrerseits wieder ihre Mutter oder Vater an die Hand, und so weiter. So entsteht eine Kette der Generationen, die immer weiter zurückreicht. Auf 1000 Jahre kann man 50 Vorfahren rechnen. Geht man eine Million Jahre zurück, dann kommt man also auf mindestens 50000 Urahnen, vermutlich sogar viel mehr. Die Ahnenkette wäre dann an die 75 Kilometer lang und reichte von Berlin bis nach Brandenburg an der Havel.
Das Wesen am anderen Ende der Kette würde nicht mehr so aussehen wie ein Mensch, sondern eher wie eine Mischung aus Mensch und Affe. Aber niemand könnte genau sagen, bei welchem Kilometerstand zwischen Berlin und Brandenburg der Mensch aufgehört und der Affe angefangen hat.

Warum haben die meisten Afrikaner eine dunkle Haut?

Menschen in südlichen Regionen, wo die Sonne viel und heiß scheint, haben eher eine dunkle Haut. Sie schützt viel besser gegen das intensive Sonnenlicht als eine helle Haut. Die Wiege des modernen Menschen stand in Afrika. Deshalb hatten die ersten Menschen vermutlich dunkle Haut, als Anpassung an die gleißende Sonne. Erst als der Mensch von Afrika gen Norden zog und Asien und Europa besiedelte, wurde er blasser und blasser, weil die Sonne keine so große Gefahr für die Haut darstellte.
Frage von: Kinderredaktion

Warum haben wir am Hinterkopf keine Augen?

Eigentlich eine Superidee. Wenn wir auch nach hinten sehen könnten, hätten wir den perfekten Überblick. Aber so funktioniert die Natur nicht. Die ersten Augen waren ganz einfache und primitive Gebilde. Sie haben sich über Millionen von Jahren immer weiter entwickelt. Entscheidend war, dass sie ihrem Besitzer einen Überlebensvorteil gegeben haben. Offenbar ist dieser Vorteil besonders groß, wenn die Augen in die Richtung schauen, in die wir uns bewegen. Schließlich wollen wir sehen, in welche Richtung wir gehen. Ist euch übrigens schon aufgefallen, dass eure Lehrer und Eltern scheinbar doch überall Augen haben?
Frage von: Kinderredaktion

Wie alt können wir werden?

Man schätzt, dass wir Menschen etwa 120 Jahre alt werden können. Es ist aber sehr, sehr selten, dass wirklich jemand dieses Alter erreicht. Die älteste Frau der Welt wurde 122 Jahre alt. Unser Körper ist von der Natur nicht dazu ausgestattet, so lange zu leben. Jungen, die heute in Deutschland geboren werden, haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von schätzungsweise 76 Jahren, Mädchen sogar von 82 Jahren. Jeder zweite Mann wird bereits heute mindestens 79 Jahre, jede zweite Frau 85.
Frage von: Kinderredaktion

Sind Apfelkerne giftig?

Ja, zumindest ein wenig. Sie enthalten die Substanz Amygdalin, die im Körper zu der giftigen Blausäure umgewandelt wird. Das Amygdalin schmeckt bitter. Es ist ein Warnsignal des Apfelbaums: Kau nicht meine Kerne! Du darfst den Apfel essen, doch lass meine Kerne in Ruhe. Daraus soll ein neuer Baum wachsen! Ein verschluckter Apfelkern ist aber harmlos. Der Kern wird vom Darm unverdaut wieder ausgeschieden. Nur wenn man ihn aufbeißt, gelangt das Amygdalin in unseren Körper. Aber keine Angst. Es macht nichts, wenn das mal passiert. Damit wird unser Organismus spielend fertig.

Wie gehen Astronauten auf die Toilette?

Im Weltall ist es ziemlich kompliziert, sein Geschäft zu verrichten. An Bord der Raumstation herrscht Schwerelosigkeit. Der Astronaut muss sich deshalb zunächst auf dem Klo festschnallen, sonst fliegt er davon. Dann wird unter seinem Po eine Art Staubsauger eingeschaltet. Der saugt alles weg, was unten aus dem Astronauten rauskommt. Was der Staubsauger gesammelt hat, wird zusammengepresst und wieder zurück auf die Erde gebracht. Wenn der Astronaut nur „klein“ muss, kann er in einen Schlauch Pipi machen. Das ist etwas einfacher.

Warum fahren die Autos in England auf der linken Straßenseite?

Früher war es üblich, dass überall in Europa die Leute auf der linken Seite der Straße gingen. Das lag daran, dass man sich bei einem Überfall besser wehren konnte. Denn man konnte einfach seinen Degen mit rechts zücken und sich verteidigen. Schlecht für Linkshänder! Deshalb soll es der Linkshänder Napoleon gewesen sein, der als Kaiser den Rechtsverkehr in Europa eingeführt hat. Denn nun konnte er sich besser mit seinem Degen gegen einen Angriff wehren. Napoleon hat es aber nie geschafft, England zu erobern. Also gibt es dort bis heute Linksverkehr.