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Pin- Thema der Woche

Ausstellung „Frag deine Stadt!“

Fürs Leben lernen

Wer waren eigentlich die ersten Berliner? Wie sah die Spree früher aus? Wie lief der Unterricht zur Kaiserzeit ab? Für diese und noch viele weitere Fragen findet ihr im Märkischen Museum in der Ausstellung „Frage deine Stadt“ mehr als nur eine Antwort. Wer hätte etwa gedacht, dass die ersten Berliner Wölfe, Füchse und Bären waren? Was auf ihrem Speisezettel stand, wird den Kindern im Tierbuffet erklärt. Wenn zum Beispiel ein Fuchs heute durch die Stadt tapst, riecht er eine ganze Menge – einen Imbissstand, frisch gemähtes Gras oder das Gummi eines Autoreifens.
Obwohl man es nicht glauben kann, die Spree war früher ein Zuhause für sehr viele Tiere. Heute ist das leider nicht mehr so. Denn durch den Müll, den wir Menschen produzieren, ist die Umwelt verschmutzt, und die meisten Tiere leben schon lange nicht mehr im Fluss. Ein anderes Thema ist die Schule. Die Schulzeit war in der Kaiserzeit wirklich ziemlich anders.
Mädchen lernten Kochen oder Nähen, Jungs sollten davon träumen, dem Land und den Herrschern zu dienen. Wer sich im Unterricht nicht benehmen konnte, bekam von dem Lehrer eins übergezogen. Mir hat besonders gefallen, dass man in der Ausstellung zu allen Fragen, die mit dem Thema Berlin zu tun haben, eine Antwort bekommt. Ich fand die Ausstellung sehr spannend und interessant. Da meine achtjährige Schwester mit in der Ausstellung war, kann ich sie für Kinder von acht bis zwölf Jahren empfehlen.

Sieba Abadi ist elf und wohnt in Kreuzberg.

Wann & Wo:
Märkisches Museum, Am Köllnischen Park 5 in Berlin-Mitte
Geöffnet: Di bis So von 10 bis 18 Uhr
Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro, bis 18 Jahre frei.
Infoline: (030)  24 002-162 oder www.stadtmuseum.de

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OPER „Aschenputtel“

Blut ist im Schuh

Die Stiefmutter hält die große silberne Schere in der Hand und schaut fies. Ganz eindeutig: Sie möchte ihren zwei Töchtern am liebsten den Fuß kleiner schneiden, damit sie in den gefundenen Schuh passen und der Prinz eine von ihnen zur Braut nimmt.
Die Oper „Aschenputtel“ ist richtig toll! Ich fand das Stück sehr überzeugend, die Sänger singen so laut, dass sie zu dritt den ganzen Raum füllen können! Sie singen sehr schnell, und ich finde es so faszinierend, wie man so schnell gut, laut und betont singen kann. Manchmal hat man nicht ganz verstanden, was gesungen wurde, aber das hat nichts ausgemacht, denn jeder kennt ja die Handlung von dem Märchen Aschenputtel.
Gut ist auch, dass man nicht hört oder sieht, wie den Töchtern der Fuß abgeschnitten wird. Das habe ich nämlich schon befürchtet. Das Blut um die Füße wird mit einem roten Tuch dargestellt, das ist eine gute Idee, denn sonst würde man doch ein bisschen Angst bekommen. Die Sängerinnen waren überhaupt sehr gut kostümiert, die eine Stiefschwester mit kleinen geflochtenen Zöpfen und einer spitzen Nase, die andere mit langen braunen Haaren und einem extrem gemeinen Blick. Aschenputtel hingegen sieht sehr, sehr sympathisch aus. Während man das Stück sieht, denkt man echt, man wäre zu Hause bei Aschenputtel und den Stiefschwestern. Weil der Raum so klein ist und man so nah bei den Sängern ist, habe ich richtig in dem Stück mitgelebt.

Linda Rohrer ist zwölf und wohnt in Lichterfelde-West.

Wann & Wo:
Staatsoper im Schiller Theater,Werkstatt,
Bismarckstraße 110 in Berlin-Charlottenburg
Nächste Vorstellungen am Freitag den 23.Dezember um 15 und 18 Uhr,
Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.
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OPER "Mikropolis"

Grille macht Dampf

Habt ihr schon mal singende Ameisen und tanzende Spinnen gesehen? Das könnt ihr in „Mikropolis“ haben. So heißt eine Kinderoper mit Musik von Christian Jost in der Komischen Oper. Darin wird die Grille Gesine durch einen starken Sturm von ihrer Wiese in das riesige Berlin geweht. Doch sie ist nicht ganz so einsam, wie sie denkt, denn auf einem Grasstreifen neben der Straße leben andere Insekten: die Kreuzspinne Natalie, die Ameise Annabelle, die Stubenfliege Kostas, die Bremse Erdal, der Tausendfüßler Olli und der Marienkäfer Kurt, ein deutscher Marienkäfer mit chinesischem Migrationshintergrund. Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft, bis Gesine das Gleichgewicht stört.
Jedes Insekt wird von zwei Leuten dargestellt, von einem Sänger und einem Tänzer. Die Musik ist sehr fröhlich, lebhaft und an manchen Stellen auch ein bisschen dramatisch. Die Stimmen fand ich echt beneidenswert. Eine Sängerin (sie sang die Ameise Annabelle) hatte eine verblüffend hohe und schöne Stimme. Ein Lied mochte ich besonders: den Eintagsfliegenblues.
Sehr gefallen haben mir die Kostüme wie das der Spinne Natalie, der man an den Oberköper noch ein zusätzliches Paar Arme drangenäht hatte. Das Bühnenbild war sehr kunstvoll und beeindruckend. Zusätzlich gibt es für sieben Euro das Buch zur Oper. Und für die Eltern: Diese Oper ist nicht nur für Kinder interessant, auch viele Erwachsene ohne Kinder besuchten die Vorstellung. Der Applaus war ohrenbetäubend!
Anja Nolte ist zwölf und wohnt in Schöneberg.

Wann & Wo:
Komische Oper, Behrenstraße 55 in Berlin-Mitte
nächste Vorstellung am Montag, 26. Dezember um 11 Uhr
Eintritt: 10-28 Euro, ab sechs Jahre
Mehr Infos unter: www.komische-oper-berlin.de
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Zirkustheater "Unter Engeln"

Internat für Lebensretter

Glaubt ihr an Schutzengel? Wenn ja, dann ist dieses Stück das Richtige für euch. Und wenn nicht? Vielleicht ändert ihr eure Meinung danach. Denn nicht alle Schutzengel wohnen im Himmel. Auch normale Menschen können ab und zu Schutzengel sein und Leben retten. In diesem Stück geht es um die Engel, die zur Ausbildung im Schutzengel-Internat sind. Die sechs Schutzengel streiten, vertragen sich wieder, spielen miteinander und üben zusammen Fliegen und Schwimmen. Dabei führen die sechs Akrobatinnen, die die Engel darstellen, viele Kunststücke in der Luft und auf dem Boden vor. Aber am schwersten sind die Aufgaben in der Menschenwelt, bei denen es darum geht, dass die Schutzengel das Leben von Menschen retten möchten. Drei Aufgaben sollen sie erfüllen. Dabei handelt es sich um drei wahre, teilweise von den Darstellerinnen selbst erlebte Geschichten, die manchmal ein bisschen traurig sind. Deswegen empfehle ich das Stück erst ab 7 Jahren. Vor allem haben mich die Kunststücke der Engel am Trapez und die Bodenakrobatik beeindruckt.
Das große Gelände, auf dem der Circus Schatzinsel steht, hat eine tolle Atmosphäre. Als ich dort ankam, war es schon dunkel und alles war geheimnisvoll von Kerzen erleuchtet. Außerdem gibt es dort Kurse für Kinder, wo jeder mitmachen und Akrobatik oder Zauberei erlernen kann.

Maurice Béringuier ist zwölf und wohnt in Mariendorf.

Wann & Wo:
Circus Schatzinsel
May-Ayim-Ufer 4, Berlin-Kreuzberg
Infos: 030 225 02 461 und schatzinsel@vuesch.org

Workshop in den Winterferien

Eine Woche Circus und Spaß im Circus Schatzinsel!
30. Januar bis 3. Februar 2012 von 10:00 bis 15:00 Uhr
Kosten: 100 Euro, ermäßigt, 50 Euro
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Theater „Radau!“

Der Ganztagsmuffel

Habt ihr schon einmal mit euch selbst geredet? Vielleicht. Aber mit euch selbst geprügelt wie der Radau-Kasperl – das habt ihr bestimmt noch nicht. Der prügelt nicht nur sich selbst, sondern haut auch anderen gern eine runter.

Und das kommt so: Kasperl ist ein richtiger Morgenmittagsabendmuffel. Weil sein Feind Seppel die Polizei auf ihn gehetzt hat und seine Frau ihn bei grauem Nebel, so dass man überhaupt nichts mehr sieht, zum Fischladen geschickt hat. Als sein Nachbar Maulschmidt ihn überredet, eine Radiosendung zu machen, lässt er so richtig die Sau raus! Er sagt Schimpfwörter zu Seppel, die ich nicht einmal unter der Decke sagen dürfte. Die Radioleute finden das auch nicht lustig und so beginnt eine Art Schnitzeljagd um Kasperl.

Das Stück „Radau!“ ist für den Theaterpreis Ikarus nominiert. Das Besondere ist, dass die Darsteller alle Geräusche selber machen. Wenn sie zum Beispiel in eine Flasche hauchen, klingt das wirklich wie ein Nebelhorn. Am lustigsten fand ich die Geräusche, wenn Kasperl seine Ohrfeigen verteilt hat. Das hat gescheppert! Und das Radau-Lied ist ein richtiger Ohrwurm! Am Schluss wurde dann noch alles gut, und Kasperl hat keinen Ärger mit seiner Frau Puschi bekommen, obwohl er vor lauter Versteckspiel mit den Radioleuten keinen Fisch mit nach Hause gebracht hat. Und wir Zuschauer haben am Schluss auch ganz schön Radau gemacht, weil wir geklatscht und mit den Füßen getrampelt haben.

Hanni Machoni ist zehn und wohnt in Falkensee.


Wann & Wo:
Theater an der Parkaue
Do 27.10., 10 Uhr, Sa 29.10., 17 Uhr
Infos unter www.parkaue.de
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Führung„Guck hin – ich bin ein Berliner“

Sammelleidenschaft

Früher sammelten viele reiche Leute Kunst und Skulpturen. Der Berliner Bankier Joachim Heinrich Wagener, der im 19. Jahrhundert lebte, war einer der ersten, der zeitgenössische Kunst, also Bilder von lebenden Künstlern, in seine Sammlung aufgenommen hat. Einer seiner Lieblingsmaler war Karl Friedrich Schinkel, vom dem sein erstes gekauftes Bild stammt. Die Sammlung wurde größer und größer, und am Schluss waren es 262 Bilder. Zuerst stellte er sie bei sich zu Hause aus, doch dann beschloss er, dass die zeitgenössische Kunst ein eigenes Museum in Berlin brauche. Kurz vor seinem Tod im Jahr 1861 schrieb er in sein Testament, dass er die Bilder dem preußischen König schenkt, unter der Bedingung, dass dieser ein Museum baut. Doch bis das fertig war, dauerte es noch ziemlich lange. Dieses Jahr wird die Sammlung 150 Jahre alt, deshalb wird sie jetzt in der Alten Nationalgalerie gezeigt.
Die Ausstellung ist in verschiedene Themen eingeteilt. Es gibt zum Beispiel einen Raum, in dem nur Bilder von Kindern oder nur von Obstkörben und Blumensträußen sind. Auf meinem Lieblingsbild sieht man einen fahrenden Zirkus mit Kamelen und kleinen, herumtobenden Äffchen. Übrigens: Wenn ihr auf die Museumsinsel kommt, lauft ihr an zwei langen Menschenschlangen vorbei! Die erste wartet auf „Die Gesichter der Renaissance“ im Bodemuseum, die zweite auf den Pergamonaltar im Panoramablick.

Johann Schmidt ist elf Jahre alt und wohnt in Moabit.
Wann & Wo:

Alte Nationalgalerie, Bodestraße 1-3 in Berlin-Mitte
Sa 15.10., 15 Uhr, 3 € zzgl. Museumskarte, bis 18 Jahre Eintritt frei
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Theater “Held Baltus“

Geister fangen

Kind sein ist gar nicht so einfach – und Erwachsen sein auch nicht. Baltus findet, dass seine Mama so komisch ist, dauernd will sie abends weggehen und ihn alleine lassen. Seine Freundin Claire hat eine Erklärung: Geister haben seine Mama gefangen. Also bauen sie eine Geisterfalle. Die Geisterfalle besteht aus Chips und einer Mehltüte. Und wer sitzt dann in der Falle? Ein neuer Freund von Mama. Elmar, so heißt der Freund und er tut so, als sei er sehr nett. Ist er aber gar nicht. Baltus und Claire wissen das. Nur Mama weiß es nicht. Aber am Ende geht es gut aus.
Mir hat an „Held Baltus“ im Gripstheater richtig gut gefallen, wie die Erwachsenen die Kinder gespielt haben. Am Anfang dachte ich, dass die Kinder von Kindern gespielt werden, aber das war nicht so. War auch gar nicht schlimm, denn es war voll gut gespielt. Am lustigsten fand ich die Pantomimeszenen und wie nachher die ganze Bühne total verwüstet war mit Popcorn und Chips (das muss Spaß machen). Es ist jedenfalls sehr, sehr wichtig, einen Freund oder eine Freundin zu haben, die einem hilft und zu einem hält und weiß, wie man Geisterfallen baut. Und es ist auch wichtig, den Erwachsenen nicht alles zu glauben, nur weil sie erwachsen sind. Sie können auch fies und blöd sein und das muss man dann beweisen können. Es war sehr lustig, aber auch ein bisschen traurig. Und am Ende wußte ich, Erwachsene sind nicht immer nett, nur weil es Freunde von Mama sind. „Held Baltus“ hat mir sehr gefallen.
Aaron Thunert ist zehn und wohnt in Köpenick.
Wann & Wo:
Gripstheater, Altonaer Straße 22 in Tiergarten Infos unter www.grips-theater.de.
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AKTION Internationales Jahr der Wälder

Marder beißt Autokabel

„Tock, tock, tock“ – wisst ihr, was das ist? Eine Fledermaus. Eigentlich kann man sie nicht hören, aber bei einer Fledermauswanderung der Waldschule Zehlendorf im Düppeler Forst haben wir sie mit einem Fledermausdetektor belauscht. Es gibt 23 Fledermausarten in Europa und 17 davon findet man in Berlin. Bei der Führung haben wir den Abendsegler und die Zwergfledermaus entdeckt. Bei dieser Wanderung ging es um Fledermäuse, aber unsere Führerin Tabea hat uns auch was über andere Tiere im Berliner Wald erzählt.
Ich wusste zum Beispiel gar nicht, warum Marder Autokabel zerbeißen. Das ist nämlich so: Ein Marder grenzt sein Territorium mit Pisse ab. Wenn ein Auto in einem Marderterritorium steht, wird es gekennzeichnet. Manchmal wird das Auto dann aber in dem Territorium eines anderen Marders abgestellt. Der riecht das, wird sauer und versucht, das Auto zu zerstören.
Bei der Führung haben wir auch Spiele gespielt. Außerdem durften wir alle mal ein Stück alleine durch den Wald gehen. Dafür hat Tabea in regelmäßigen Abständen kleine Anglerlichter auf den Boden gelegt. Denen sind wir einzeln gefolgt. Die Wanderung war eine von 5000 Waldaktionen in diesem Jahr in ganz Deutschland. 2011 ist nämlich das Internationale Jahr der Wälder. Ich fand es sehr interessant und finde, es klingen auch viele andere Aktionen toll. Die Waldschule bietet auch Kindergeburtstage an. Das habe ich mal gemacht und fand es klasse.
Moritz Schelten ist elf und wohnt in Charlottenburg.

Wann & Wo:
Nächste Aktion: Familienradtour der Waldschule Bucher Forst. So 25.9., 10.30 bis 13.30 Uhr Mehr Infos zu weiteren Aktionen: www.wald2011.de
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Schreibwerkstatt "Dichte Geschichten"
gelb

Kekse und Radiergummi

Mir macht Schreiben Spaß. Vor allem, wenn ich weiß, was ich schreiben will. Doch das ist eben das Problem. Manchmal sitze ich vor dem Computer, starre auf den Bildschirm, der kleine, senkrechte Strich erwartungsvoll blinkend und warte darauf, dass mir etwas einfällt. Irgendwas. Und so geht das ziemlich oft bei mir.
Was natürlich echt blöd ist, wenn einem das Schreiben so gefällt. Viel öfter kritzle ich auch nur auf irgendwelche Blätter ein paar Ideen oder Anläufe einer Geschichte. Solange eben bis ich die Lust an ihr verliere und wieder am Anfang bin.
Ich war in einer Schreibwerkstatt, bei der mir genau deswegen geholfen wurde. Silvie Skrupicka, die Leiterin der AG, mitten in der Kulturbrauerei, weiß nämlich wie man mit mit Texten weiter kommt. Sie kennt sich da aus, aber lässt einen auch selber auf Ideen kommen. Am Anfang legt man ein Genre fest, wie Fantasy, Abenteuer, oder Krimi, oder was auch immer, und dann, fängt man an zu schreiben.
Es ist toll, wie man zusammen sitzt und man einfach über seine Ideen redet .Man trinkt Apfel-Himbeer-Tee und bettelt um Puderzucker, den man dann aufisst, während die Anderen ihre Geschichten vorlesen. Es macht Spaß, weil es so offen ist und man trotz der vielen neuen Leute, die man kennen lernt, doch schnell auftaut. Man sitzt an Tischen und bei gutem Wetter auch irgendwo draußen verteilt. Ich finde es einfach schöner, als ein normaler Kurs, weil es wie ein Hort für Schriftsteller ist. Mit Keksen und Radiergummis.
Helene von Schirach
Wann & Wo:
Schreibwerkstatt für Jugendliche von 11-15 Jahren
Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97 auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg
12.September bis 12. Dezember, montags, 15 bis 19 Uhr
Anmeldung unter mail@literaturwerkstatt.org
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Planetarium „Im Jahreskreis der Sonne“

Sonne, Mond und Sterne

Langsam ändert sich die Farbe der Kuppel von Himmelblau zu einem tiefen Nachtblau. Jetzt denkt man, dass man wahrhaftig unter freiem Himmel sitzt. Dabei sitze ich im großen Kuppelsaal des Zeiss-Großplanetariums in Prenzlauer Berg.
Dann erscheint eine Landschaft ringsherum am Horizont der Kuppel, mit einem Bauernhof, einem Dorf, Hügeln und Bäumen. Die Kinder Sarah und Jakob begleiten uns durch den „Jahreskreis der Sonne“, so heißt die Vorführung. „Geht die Sonne immer im Osten auf und immer im Westen unter?“ Dieser Frage gehen sie mit der Unterstützung von Jakobs Opa auf den Grund.
Morgens bei Sonnenaufgang treffen sich beide Kinder auf ihrem Baumhaus und erforschen mit einem Kompass, wo die Sonne aufgeht. Das gleiche Spiel wiederholt sich am Abend bei Sonnenuntergang. Zusammen mit dem Opa durchstreifen sie die Felder, Wiesen und Wälder und erkunden die Natur in den verschiedenen Jahreszeiten. Nachdem ein ganzes Jahr vergangen ist, haben sie die Antwort herausgefunden …
Besonders interessant ist die Technik, mit der Sternenhimmel, Mond und Sonne auf die Kuppel projiziert werden. Der insektenartig aussehende Planetariumsprojektor kann 10 000 Sterne erscheinen lassen. An den Seiten stehen zwölf Diaprojektoren, die die Landschaftsbilder ringsherum an die Wände werfen. All das und dazu den Ton steuert ein einziger Mitarbeiter mit mehreren Computern. Also schaut euch die Vorführung an!
Jonas Rindt ist neun und wohnt in Zehlendorf.
Wann & Wo:
Zeiss Großplanetarium, Sa 20.8. 15 Uhr. Eintritt 5 €/erm. 4 €.