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Führung im Neuen Palais Sanssouci

Der Drache weiß Bescheid

Mein Name ist Johann Ludwig von Fauch und ich wäre am liebsten in meiner Höhle geblieben, weil ich sooo müde bin und heute Sonntag ist“, stellt sich unser Schlossführer gähnend vor. „Ich bin übrigens der Schlossdrache von Friedrich dem Großen und kann euch hier alles zeigen.“ Die Kinder nicken begeistert und gehen mit dem Schlossdrachen über den Hof ins Neue Palais in Sanssouci.
Wir ziehen große Pantoffeln über unsere Schuhe, denn gleich betreten wir einen jahrhundertealten Fußboden und begeben uns auf eine Reise in die Vergangenheit. Als Erstes besichtigen wir das Vorzimmer des Königs, und Johann Ludwig von Fauch erzählt uns, was früher hier passiert ist. Plötzlich hören wir leise Geigen- und Klaviermusik und lauschen neugierig. Flüsternd betreten wir das Musikzimmer des Königs und lernen, dass er auch ein Komponist war. Der Schlossdrache fragt uns, ob wir wissen, was der König alles zu tun hatte. Wer hat auf den König aufgepasst, als er noch ein Kind war? Wie wird ein König morgens geweckt? Warum ist an der Decke eine Sonne?
Was es im Neuen Palais noch Spannendes zu entdecken gibt, findet ihr am besten selbst heraus. Weckt einfach am nächsten Sonntag Johann Ludwig von Fauch. Ein großer Spaß für Kinder zwischen sechs und zehn.

Jannik Lage ist 13 und wohnt in Schmargendorf.
Wann & Wo:
Neues Palais in Potsdam.
Die nächste Führung ist am Sonntag, 7.3. um 11 Uhr.
Der Treffpunkt ist die Schlosskasse.
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Familienkarte 15 Euro.
Anmeldung unter 0331/96 94-200.
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Eine Oper

Die Gänsemagd

Kennt ihr „Die Gänsemagd“, das Märchen der Brüder Grimm, in dem ein Pferdekopf namens Fallada mit einer Prinzessin spricht, die als Gänsemagd gehen muss? Daraus haben schlaue Leute aus Wien und Berlin eine Oper für Kinder gemacht. Ab sieben Jahren.
Wann & Wo:
Radialsystem, Holzmarktstraße 33 in Friedrichshain.
Freitag, 12.3. um 18 Uhr, Samstag, 13.3. und Sonntag, 14.3. jeweils um 16 Uhr.
Eintritt: 8 Euro für Kinder/ 14 Euro für Erwachsene.
Infos und Tickets im Internet unter www.radialsystem.de
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Kinderführung im Schloss Charlottenburg

Kindheit eines Königs

Der arme Kronprinz Friedrich – so ein voller Stundenplan! Schon um sechs Uhr musste er aufstehen und gleich nach dem Frühstück und der Morgenandacht pauken. Er hatte Geschichte, Deutsch, Mathe, Moral und Fechten. Reiten gehörte auch dazu. Jeden Samstag wurde er geprüft.
Friedrichs Familie war sehr groß, er hatte 13 Geschwister. Zu seiner Zeit gab es ja noch keine Fotos, aber reiche Familien ließen sich malen. Auf den Gemälden sehen die Kinder aus wie kleine Erwachsene. Bis sie drei Jahre alt waren, trugen auch die Jungen Kleider und lassen sich nur durch die Spielzeuge von den Mädchen unterscheiden.
Die „Kammerzofe Sophie“ erklärt und zeigt bei der Kinderführung den Neuen Flügel im Schloss Charlottenburg. Sie erzählte, dass Friedrich, als er später König Friedrich II. war, den Neuen Flügel von 1740 bis 1746 erbauen ließ. Später lebte er nicht mehr hier, sondern lieber in Potsdam in Schloss Sanssouci, wo er mit 74 Jahren starb.
Ich fand das Schloss Charlottenburg sehr prachtvoll, es hat mir gut gefallen. Ich empfehle die Führung mit der Kammerzofe Sophie für Fünf- bis Zehnjährige.

Konstantin Seliger ist elf und wohnt in Spandau.
Wann & Wo:
Schloss Charlottenburg, Neuer Flügel
Eintritt 8 Euro, erm. 6 Euro
An zwei Sonntagen im Monat um 11 Uhr
Anmeldung unter Tel. 0331 / 96 94 200
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Musiktheater „Sonne, Sterne, Mond und Co.“

Zurücklehnen und abheben

„Sonne, Sterne, Mond und Co.“ ist ein Kosmical, das heißt ein Musical, in dem es um Astronomie geht. Für eine Stunde werdet ihr mit Live-Musik der Leo-Borchard-Musikschule, Lasershow und Bildprojektionen ins Weltall verfrachtet, wo ihr es mit der weiten Welt der Astronomie zu tun bekommt. Ihr könnt euch in euren Sesseln zurücklehnen und die Sterne am Planetariumshimmel bewundern. Ihr seid umgeben von der Musik und den Planeten und werdet denken, ihr seid Teil der Produktion.
Im Weltall angekommen, trefft ihr erst einmal auf den Mann im Mond. Mit lehrreichen und einprägsamen Liedern präsentiert er euch seine Nachbarn, die Planeten und den Rest des Weltalls. Ich habe mir dieses Kosmical angeschaut und war total begeistert! Und auch erstaunt, dass es mir richtig viel Spaß gemacht hat, mithilfe eines Theaterstückes etwas über das Weltall zu lernen. Denn genau darum geht es in „Sonne, Sterne, Mond und Co.“: Schon Kinder ab sechs Jahren an die Astronomie, die Musik und die einzelnen Instrumente heranzuführen.

Leon Redlinger ist 14 Jahre alt und wohnt in Lichterfelde-West
Wann & Wo:
Planetarium am Insulaner, Munsterdamm 90 in Schöneberg
Eintritt: 7 Euro, erm. 4,50 Euro
Mehr Infos unter www.wfs.be.schule.de
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Kinderführung im Bodemuseum

Die Geheimnisse der Torte

Unter einer großen Kuppel sitzt ein steinerner Reiter auf seinem Pferd und blickt entschlossen in die Ferne. Zu seinen Füßen versammeln sich immer mehr Kinder, die auf den Beginn ihres Rundgangs warten. Die große Statue ist Treffpunkt für die Kinderführung „Kinder erleben Kunst“, die alle zwei Wochen im Bodemuseum stattfindet.
Der Name „Bodemuseum“ kommt von einem Herrn Bode, der hier früher mal Direktor war und viel dafür getan hat, dass das Museum heute so toll ist. „Das Gebäude sieht aus wie ein Tortenstück und hat drei Stockwerke“, erklärt die Führerin. Die Kunstwerke hier sind besonders alt, manche sogar über 1000 Jahre. Hier lautet das Thema noch „Teufel und Drachen“, doch beim nächsten Mal geht es um Marmor, Gold und Elfenbein. Das sind sehr begehrte Materialien, aus denen so manches Kunstwerk im Bodemuseum hergestellt wurde. Ihr erfahrt, was sie so wertvoll macht und woraus sie bestehen. Von Langeweile im Museum kann da wohl kaum die Rede sein!

Patrick Volknant ist 16 Jahre alt und wohnt in Freiburg.

Wann & Wo:
Bode-Museum, Bodestraße 3, Berlin-Mitte‎
Alle zwei Wochen um 15 Uhr
Führungsgebühr: 3 Euro
Anmeldung für Gruppen unter Tel.: 266 42 42 42 oder service@smb.museum
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Konzert zum Mitsingen "Pack’ die Badehose ein"

Und am Ende der Applaus

Singt ihr gerne? Dann geht doch mal zu „Familiär“. Da werden Lieder gesungen, aber es ist kein Konzert, bei dem man nur zuhören darf, sondern ein offenes Singen. Zuerst singt der Knabenchor des Staats- und Domchors Berlin euch was vor; dann dürfen die Zuschauer auch mal. Eltern, Großeltern, Freunde und die Kinder im Publikum – alle machen gerne mit, und die hohen Stimmen der Kinder mischen sich mit Bass und Alt. Das nächste offene Singen heißt „Pack’ die Badehose ein“. Vielleicht entdeckt ihr dabei ja, dass ihr gerne mehr singen würdet und bewerbt euch beim Staats- und Domchor. Für jedes Alter, jeweils für Mädchen und Jungen, gibt es eine Chorgruppe. Wer richtiges Chormitglied werden will, muss vorsingen, damit die Chorleiter hören, ob Talent da ist. Drei Mal pro Woche wird geprobt, das ist harte Arbeit. Aber so viel Anstrengung bringt beachtliche Ergebnisse: Die Stimmen sind geübt wie bei einem professionellen Chor. An einer Aufführung teilzunehmen, ist dann auch aufregend und wundervoll, besonders wenn man am Schluss den Applaus bekommt. Julia Suris ist 15 und wohnt in Charlottenburg.
Wann & Wo:
Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3 in Mitte.
Infos zu den Chorklassen des Staats- und Domchors unter Tel.: 31 85 23 57.
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Natur erleben im Ökowerk

Schnauzenschnecke

Was ist das da? Das habe ich für eine glitschige Wasserwurst gehalten! Ich hätte nie geglaubt, dass der in Wirklichkeit Schlammröhrenwurm heißt. Dann muss das Tierchen da die Schnauzenschnecke sein und das dort die Piratenspinne. Ein Blick ins Mikroskop beweist: ein Strudelwurm! Aber stopp mal, warum ist diese Wasserwanze hier so rot? Ist die von Natur aus so? Das und noch viel mehr kann man im stillgelegten Wasserwerk Grunewald, das jetzt Ökowerk heißt, fragen. In einer Ausstellung über das Wasser in Berlin könnt ihr auch sehen, wie die Wasserwerke funktionieren und wie Grundwasser gereinigt wird, damit wir es gefahrlos trinken können. In der Ausstellung hat mir am besten gefallen, wie man sehen konnte, dass das Wasser im See durch Regenwasser ein bisschen mehr wird und dann wieder durch die Sonne verdunstet. Also, kommt ins Ökowerk! Linda Bomm ist zehn und wohnt in Zehlendorf.
Wann & Wo:
Ökowerk, Teufelsseechaussee 22-24, Grunewald.

Eintritt: Erwachsene 1,50 €, Kinder frei.

Infos zum Programm: Tel.030/30 00 05-0 oder info@oekowerk.de.
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Kinderführung „Dornröschen war ein schönes Kind“

Hasenohr und Blattmemory

Ihr alle habt ja sicher schon mal vom Botanischen Garten gehört. Oder etwa nicht? Na gut: Der Botanische Garten ist eine riesige Grünanlage (42 Hektar, das entspricht etwa 84 Fußballfeldern) mitten in Berlin. In riesigen gläsernen Gewächshäusern und unter freiem Himmel gibt es insgesamt 22 000 Pflanzenarten aus aller Welt zu bestaunen. Natürlich sind viele dabei, von denen ihr vorher noch nie gehört habt, wie das Hasenohr, eine Pflanze, die sich richtig flauschig anfühlt. Damit ihr möglichst viel über die Pflanzen erfahren könnt, gibt es auch Workshops. Hier könnt ihr einiges lernen. Vier Stunden kann so ein Workshop dauern. In der Zeit spielt ihr unter anderem ein Blattmemory, ahmt nach, wie sich der Baum in den vier Jahreszeiten verändert, bastelt mit Naturmaterialien und werdet auch noch durch den Botanischen Garten mit seinen Gewächshäusern geführt. Die Ermahnung: „Bitte nicht anfassen“ gibt es bei den Erkundungsspielen im Gelände nicht. Riechen, anfassen, ja sogar essen dürft ihr die Pflanzen. Dass das riesig viel Spaß macht, kann man sich ja leicht denken. Erstaunlicherweise sind jüngere und ältere Kinder dabei bunt gemischt, aber es kommt trotzdem jeder auf seine Kosten. Es gibt auch Führungen für Kinder, die dauern nur 90 Minuten. Die nächste heißt „Dornröschen war ein schönes Kind“ und handelt von Märchenpflanzen. Das ist wahrscheinlich eher was für kleinere Kinder und Märchenfans. Viktor Kewenig ist 14 und wohnt in Tiergarten.
Wann & Wo:
Botanischer Garten, Treffpunkt für den Workshop Eingang Königin-Luise-Platz 

Eintritt: 3 Euro + erm. Garteneintritt

Anmelden unter Tel. 344 41 57
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Kunstworkshop für Kinder

Mal mir was!

Habt ihr euch schon mal moderne Kunst angesehen? Ich hätte mir die Bilder des norwegischen Malers Olav Christopher Jenssen normalerweise nicht angeguckt. Sie bestehen eher aus abstrakten Formen als aus genauen Zeichnungen. Doch im Kinderkunstworkshop im Haus am Waldsee sind wir als erstes in die Ausstellung gegangen. Dort hat uns eine Künstlerin ein bisschen was zu Olav Christopher Jenssen erzählt. Insgesamt waren wir elf Kinder und zwei Künstlerinnen. Jeder hat eine Farbe bekommen, zu der er etwas aufschreiben sollte und die wir später auf den Bildern suchen sollten. In kleinen Gruppen haben wir uns dann die Ausstellung angeguckt und zu den verschiedenen Bildern kleine Spiele gespielt. Zweimal konnten wir auch selber malen, zum Beispiel sollten wir ein Frühlingsgedicht in Farben ausdrücken. In der Pause haben wir Fangen und Verstecken gespielt, das war eigentlich ganz lustig. Nach der Pause bastelten wir mit verschiedenen Papiersorten und Farben. Mir hat der Workshop ganz gut gefallen, auch wenn ich glaube, dass ich etwas zu alt dafür war, manchmal war es nämlich ein bisschen langweilig. Die anderen Kinder waren alle jünger. Schade war auch, dass wir zu wenig Zeit hatten, die Bilder fertig zu malen. Alles in allem fand ich es aber interessant. Mara Junge ist zwöf und wohnt in Schöneberg.
Wann & Wo:
Im Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, 14163 Berlin, finden regelmäßig Kunstworkshops statt.
Es können maximal zwölf Kinder teilnehmen.

Alter: acht bis zwölf Jahre, Teilnahme 10 Euro.

Anmeldung: 801 89 35 oder info@hausamwaldsee.de.
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Dauerausstellung

Guck mal, wer da wohnt

Ein Footballtrikot und im Schrank Popcorn für die Mikrowelle. Hier wohnt bestimmt ein Amerikaner! Und was verbirgt sich hinter der nächsten Tür, was sind das denn für seltsame Schriftzüge an der Wand? Kyrillisch! Überall verzieren Matrjoschkas den Raum – alles ziemlich russisch. Noch zwölf weitere Zimmer könnt ihr euch in der Dauerausstellung „Villa Global“ anschauen und erraten, aus welchen Ländern die Personen kommen, die sie eingerichtet haben. Dazu könnt ihr euch im Computerraum Interviews mit ihnen anschauen. An den Türen der „kleinen Wohnungen“ steht jeweils ein Vorname oder Nachname. Weil es in jedem Land andere Namen gibt, kommt euch nicht jeder bekannt vor. Aber das macht das Raten dann noch kniffeliger. Die Zimmer sind ganz unterschiedlich, denn jedes Land hat seine eigenen Religionen und seine eigene Kultur. Ihr dürft die Zimmer nicht nur wie in einer Bildergalerie anschauen, sondern auch alles ausprobieren und erforschen: In Schubladen rumstöbern und euch zu jedem Land die passende Musik anhören. Nebenbei könnt ihr im Workshop „Geheime Zeichen“ viele Verständigungs- und Redensarten kennenlernen und Geheimschriften ausprobieren. Mir hat die Ausstellung sehr gut gefallen, weil ich viel gelernt habe und man alles ausprobieren durfte. Isabelle Buciak ist elf und wohnt in Zehlendorf.
Wann & Wo:
Mittwoch und Donnerstag 15-18 Uhr, Samstag und Sonntag 14-18 Uhr

Jugendmuseum Schöneberg,
Hauptstr. 40/42, Berlin-Schöneberg

Anmeldung für Gruppen u. Tel.:
75606163
Eintritt frei