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Pin-11 Wer bist du?

Ricci

Ricci wohnt in Berlin-Moabit
Was siehst du, wenn du aus deinem Fenster schaust?
Das Jobcenter von Moabit, es ist aus roten Ziegelsteinen und hat ganz viele Fenster. Menschen sehe ich da aber keine.

Wo ist dein Lieblingsplatz?
Bei meinen Pateneltern Marc und Louise, bei denen ich freitags bin. Und bei meinem Opa in der Nähe von Finsterwalde, wo wir unsere Ferien verbringen. Da kann ich Fahrrad fahren und habe Freunde, die nicht so gemein sind wie hier auf dem Fußballplatz.

Was machst du am liebsten?
Ins Internet gehen. Wenn ich von der Schule komme, ziehe ich mich um und sehe mir erst mal Serien auf Nickelodeon an. Danach gucke ich Videos auf Youtube und spiele Mindcraft auf meinem iPod. Da muss man sich auf einer einsamen Insel alles alleine aufbauen. Um halb acht muss ich ins Bett, deswegen teile ich mir meine Zeit gut ein.

Wo sind deine Eltern aufgewachsen?
Meine Mutter in Cottbus, da bin ich auch geboren. Mein Vater in Nairobi, Kenia, da würde ich gerne mal hin.

Was würdest du gerne an deinen Eltern ändern?
Dass mein Papa mehr Zeit für mich hat. Ich würde ihn gerne jedes Wochenende sehen, aber es klappt meistens nur einmal im Monat.

Was würdest du gerne erfinden?
Eine Zeitmaschine, mit der ich in die Zukunft reisen kann. Da würde ich ein Heilmittel für Krebs besorgen und meine Oma heilen, die vor vier Jahren gestorben ist. Sie war so nett und warmherzig.

Was machst du, wenn keiner mit dir spielt?

Die anderen in der Schule ärgern, damit sie mit mir spielen. Aber die bessere Methode ist, ein eigenes Spiel zu erfinden, das den anderen gefällt, dann wollen sie auch mitspielen.

Was haben dir deine Eltern aus der Zeit erzählt, als du ein Baby warst?
Meine Mama dachte, ich werde ein Mädchen. Und mein Papa hat mich erst gesehen, als ich schon ein Jahr alt war.

Was magst du gar nicht?
Wenn ich veräppelt werde oder jemand sagt: Den mag ich nicht, weil er eine andere Hautfarbe hat.

Was kannst du besser als deine Eltern?
Früher aufstehen, daran bin ich gewöhnt. Ich muss immer um sechs Uhr raus. In den Ferien habe ich richtig Mühe, mich umzustellen.

Wenn du Gott eine Frage stellen könntest, welche wäre das?
Werde ich einmal Vater? Das möchte ich gerne.

Was ist dein größter Wunsch?
Jürgen Klopp zu treffen und bei ihm zu trainieren.

Was gefällt dir nicht an Berlin?

Das brutale Kreuzberg. Tagsüber ist es schön, aber abends laufen Gangs rum, die Kinder verprügeln und ihnen das Taschengeld wegnehmen.

Was gefällt dir an Berlin?

Die Schwimmbäder, die vielen Kinos und die Jugendfarm Lübars. Da kann man Butter machen und Tiere sehen, auch Strauße, und es gibt ein Theater und einen Spielplatz, auf den ich super gerne gehe.

— Die Fragen hat Beatrix Schnippenkoetter gestellt.