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Auf Wiedersehen, Papa!

Nelson Mandela wurde auch Madiba oder tata genannt, das bedeutet in seiner Muttersprache Xhosa Papa. Mit 95 Jahren ist er letzte Woche gestorben. Aber was hat er überhaupt Besonderes gemacht, dass man ihn als großen Mann bezeichnet? Navin, 12 erzählt es euch...

Nelson Mandela hat sich für die Gleichberechtigung in Südafrika eingesetzt, also für die Gleichbehandlung von Dunkelhäutigen und Weißen. Die Schwarzen wurden in Südafrika von den Weißen sehr schlecht behandelt, als er jung war.

Schon als Jurastudent fing Mandela damit an, sich für die Gleichberechtigung einzusetzen. Deshalb wurde er festgenommen und zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Unter anderem war er auf der Gefängnisinsel Robben Island eingesperrt, einer Insel in der Nähe von Kapstadt, Südafrika.

Als er wieder aus dem Gefängnis rauskam, kam er nicht mit Hass zurück, sondern mit Selbstbewusstsein und mit dem Ziel, die Gleichberechtigung umzusetzen. Er machte weiter und schaffte es wirklich in Südafrika die Gleichberechtigung zwischen Schwarzen und Weißen einzuführen – und das ohne Blutvergießen! Es gab freie Wahlen, auch für Schwarze. Nelson Mandela wurde zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt.

Für seine besondere Leistung und die Kraft, keine Rache zu üben, bekam er 1993 den Friedensnobelpreis, was eine sehr, sehr große Ehre ist. Am 5. Dezember ist er gestorben.

Am 10. Dezember gab es in Südafrika eine Abschiedsfeier für ihn, nicht wie andere Trauerfeiern traurig, sondern sehr fröhlich, mit Gesang und Tanz, aus Freude, ihn gehabt zu haben. Mit dabei waren der Präsident der USA, Barack Obama, und der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck.

Navin Gauß, zwölf Jahre



Das Foto von Nelson Mandela ist von dpa/Jon Hrusa
Tagesspiegel Online