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Bärig

Maxi und Schnute dürfen in Berlin bleiben.

Wie ihr bestimmt wisst, ist der Bär das Wappentier der Stadt Berlin. Und mitten in Berlin leben zwei echte Braunbären in einem Bärenzwinger. Die heißen Maxi und Schnute und jeder kann sie im Köllnischen Park besuchen.

Das Gehege gibt es schon seit 73 Jahren und besteht aus zweii Wassergräben, einem Haus und zwei kleinen Inseln auf denen ein paar Bäume herumstehen. Zwei Tierpflegerinnen kümmern sich um die Tiere.

Vor kurzem ist dem Bürgermeister von Berlin-Mitte aufgefallen, dass es viel zu teuer ist, sich lebende Maskottchen zu halten. Und natürlich ist so ein Zwinger mitten in der Stadt für Bären nicht der schönste Ort zum Leben.

Normalerweise leben Braunbären dort, wo es große Wälder und Berge, aber wenig Menschen gibt. Das ist zum Beispiel in Kanada, Alaska und Nordasien der Fall. In Europa gibt es oft nicht mehr genug Platz für die großen Tiere. In den Alpen ist vor ein paar Jahren ein Bär unter dem Namen Bruno berühmt geworden, weil er Ziegen und andere Haustiere gerissen hat.

Schnute kam in einem Tierpark zur Welt und ist schon seit 1981 im Zwinger. Maxi wurde sogar hier geboren, sie ist die Tochter von Schnute. Es gibt sogar einen Verein, der sich „Bärenfreunde“ nennt, und die glauben, dass es den Bären gut geht. Die sind ja auch nicht mehr jung – in der Wildnis werden Bären 25 Jahre alt – Maxi ist 26 und Schnute sogar schon 31. Also vielleicht zu alt, um in einen Wildpark umzuziehen. Denn für einen Umzug müssten die Tiere in einen tiefen Schlaf versetzt werden und ob sie die Narkose heil überstehen würden, weiß auch ihr Tierarzt nicht.

Jetzt dürfen sich die Bären erst mal ausruhen. Denn jetzt wurde von den Bezirkspolitikern beschlossen, die Bären dürfen auf jeden Fall im nächsten Jahr bleiben. Wenn ihr die Bären besuchen wollt, seid ein bisschen leise – den Maxi und Schnute halten – wie alle Bären – in den kalten Monaten Winterschlaf.

Grit Thönnissen
Tagesspiegel Online